Der Weg zu einer Kur bei der gesetzlichen Krankenversicherung 

Wie bereits in einem früheren Beitrag auf dir-info.de deutlich wurde, ist es nicht ganz einfach, die Bedingungen einzuhalten, die zu einer Kur für Mitglieder der gesetzlichen Krankenkasse führen kann.

Es muss vom zuständigen Hausarzt zunächst geprüft werden, ob denn die Kur geeignet ist, eine vorhandene Krankheit einer Heilung zuzuführen oder eine drohende Erkrankung abzuwenden. Der Hausarzt wird das in vielen Fällen aber nicht allein entscheiden können, sondern einen Facharzt hinzuziehen. Gemeinsam mit seinen Ärzten sollte der an der Kur Interessierte die Gründe und die Vorzüge einer Kur ausführlich beraten.

Entweder der Hausarzt oder ein Facharzt stellt dann ein Attest aus, das die Notwendigkeit der Kur an Hand von Daten und Fakten für den jeweiligen Patienten aufweist. Diese Begründungen sollten ausführlich und konkret erfolgen und deutlich machen, dass und wie die Kur geeignet ist, die allgemeine Handlungsfähigkeit des Patienten zu verbessern.

Mit diesem Attest geht der gesetzlich Krankenversicherte zu seiner Krankenkasse und bekommt einen Antrag, den er anschließend gemeinsam mit dem Arzt auszufüllen hat, der das Attest ausgestellt hat. In der zusätzlichen Stellungnahme des Arztes sollte die therapeutische Notwendigkeit der Kur genauso deutlich werden wie die Ziele und Maßnahmen, die während der Kur zu erfolgen haben. Ebenfalls von Vorteil ist, wenn der Patient in einer persönlichen Stellungnahme aus seiner Sicht nochmals bekräftigt, dass die Kur für ihn die optimale Möglichkeit erbringt, seine gesundheitliche Situation zu verbessern.

Über diesen Antrag hat dann die gesetzliche Krankenkasse zu entscheiden. Kommt es zu einer Ablehnung, dann hat man als Patient noch die Möglichkeit des Widerspruchs.

Erfolgt eine Genehmigung der Kur, dann erhält der Patient einen Bescheid, in dem die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse bestimmt ist. Nun kann der Patient aus den für die jeweilige Kur relevanten Kurorten einen auswählen. Dieser kann auch im europäischen Ausland liegen, wobei die zusätzlichen Fahrtkosten dann zu Lasten des Patienten gehen.

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