Die richtige Ernährung für Kinder und Kleinkinder

Glaubt man der Werbung der unzähligen Anbieter für spezielle Kindernahrung, so sind Milupa und Co. das Nonplusultra der Ernährung für Kleinkinder und dieser Beitrag folglich sinnlos.
So einfach wird den Eltern die Wahl des richtigen Produktes zur Verköstigung der Jüngeren und Jüngsten dann aber nicht gemacht: Wo viel versprochen wird, wird nur selten auch viel gehalten. Zahlreiche Studien unabhängiger Forschungs-Institute belegen nämlich, dass insbesondere die "seriösen" Markenprodukte vollkommen überzuckerte und zudem mit teils gesundheitsschädlichen Konservierungsstoffen versehene Ware darstellen, die unseren Kindern bei der körperlichen Entwicklung behilflich sein soll. Jeder kennt sicherlich den Ausspruch: "Dafür stehe ich mit meinem Namen". Träfe diese Behauptung zu, stünden sicherlich Gerichtsprozesse im Raum, weil sich die Klagen empörter Eltern über die oftmals mangelhafte Qualität spezieller Kindernahrung erheblich häuften. Erwiesen ist nämlich, dass nicht nur eine übergroße Dosis an Zucker und Konservierungsstoffen das Produkt belastet, sondern auch Süßungsmittel, Farb- und Geschmacksstoffe sowie ein Übermaß an Fett in den einzelnen Produkten vorhanden sind. Ob Milchbrei, ob Kindermilch, ob Kinderjoghurt, ob Muttermilch-Ersatz, den Herstellern fallen immer neue Möglichkeiten ein, um ein Sammelsurrium von Ballaststoffen unters Volk zu bringen. Nicht Erwachsene sind hierbei die Opfer, sondern die jüngsten unserer Gesellschaft: Kinder, Kleinkinder und Babys.

Freilich muss man sich eingestehen, dass nicht jedes Unternehmen mit dieser Taktik an den Kunden herantritt. Es gibt auch zahlreiche positive Beispiele, bei denen tatsächlich Naturprodukte mit gesunden Nährstoffen zu halbwegs rentablem Preis, als Ernährung für Kinder verkauft werden und somit der Werbebotschaft gerecht werden können. Leider sind solcherlei Beispiele zu selten aufzufinden, denn hauptsächlich dominiert Ramsch. Daher ist jedem Elternpaar allein um des Wohles ihrer Kinder zu empfehlen: Kritisch die Nährstoff-Angaben prüfen, gezielt beim Lebensmittelhandel nachfragen und im Notfall einfach selbst dem Spross etwas kochen, anstatt sich auf die Gunst der Fertigprodukt-Hersteller zu verlassen. Kombiniert man diese beiden Ratschläge aus kritischem Denken und der Bereitschaft, auch eigene Menüs dem Kind zuzubereiten, steht einer gesunden Entwicklung des Kindes kaum etwas im Wege. Denn besser beraten ist man ohnehin, Spinat, Milchbrei, Hafer und Co. nach eigenem Rezept zuzubereiten.
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