Eine Samenspende ist mehr als nur schnelles Geld

Samenspenden galten früher als verpönt, heute sieht das schon ganz anders aus. Das schnelle Geld ist bei Samenspenden zwar drin, aber so viel ist es ja dann doch nicht. Ein Samenspender kann um die 100,00 Euro pro Samenspende erhalten, vorausgesetzt die Qualität stimmt.
Viele Samenbanken zahlen die Vergütung für eine Samenspende aber nicht sofort aus, sondern teilen es in zwei Raten auf und überweisen es so auf das Konto des Samenspenders. Der erste Teil ist ein kleiner Betrag, der ausgezahlt wird, am Ende des Monats wenn die Samenspende eingegangen ist. Der restliche Anteil wird ausgezahlt, wenn eine Kontrolluntersuchung nach sechs Monaten weiterhin ergibt, dass der Samenspender keine neue Infektionskrankheit bekommen hat. Diese Art von Auszahlungen soll sichern dass der Spender noch einmal zu einer Nachkontrolle kommt und dass der Spender weiterhin einen gesunden Lebensstil führt. Also wer denkt, er könne mal schnell zur Samenbank gehen, eine Samenspende durchführen und mit dem Geld nach Hause spazieren, der täuscht sich.

Manch ein Mann hat auch mehr Probleme mit der Samenspende als er denkt, denn sich in einen Raum zu begeben und dort einen Orgasmus auf Druck zu erzeugen, gelingt nicht jedem. Man darf nicht vergessen, dass eine Samenspende eine gewisse Qualität haben muss.

Als Samenspender sollte man sich aber auch bewusst sein, wofür das Sperma genutzt wird. Es wird mit dem Sperma des Spenders versucht mit Hilfe der künstlichen Befruchtung ein Kind zu erzeugen. Somit kann bei jeder Samenspende ein Kind von dem Spender entstehen, dass er weder aufwachsen sieht noch jemals auch nur kennen lernen wird. Denn Samenspenden verlaufen anonym und es gibt keine Chance diese Anonymität zu durchbrechen.

Aus diesem Grund ist die deutsche Gesellschaft gespalten, was das Thema Samenspende angeht. Viele finden es doch sehr merkwürdig, dass Männer ihr Sperma spenden wollen, in dem Wissen, dass damit Kinder gezeugt werden, die sie nie kennen lernen werden. Andere Wiederum finden es gut, denn so kann man Paaren den Wunsch von eigenem Kind erfüllen, die keine Chance haben es auf einem natürlichen Weg zu bekommen.
Artikelinformationen