Basische Ernährung: So gleichen Sie Ihren Säuren-Basen-Haushalt wieder aus
Normalerweise werden die durch Stoffwechselprozesse entstehenden Säuren im Bindegewebe zwischengelagert und später auf unterschiedliche Arten abtransportiert bzw. neutralisiert. Funktioniert dieser Abtransport nicht mehr einwandfrei, kommt es zu einer Störung des Säure-Basen-Haushaltes.
Bleiben die Stoffwechselschlacken zu lange im Körper, kann es zu verschiedenen Krankheitssymptomen wie Erschöpfung, chronische Müdigkeit, Hautunreinheiten, Gelenkschmerzen, Arthritis, Kopfschmerzen und Infektionen kommen. Auch Allergien, Über- oder Untergewicht, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und Osteoporose können Folge der Übersäuerung sein.
pH - Wert testen
Eine mögliche Azidose kann mit einem pH-Wert-Test überprüft werden. Die entsprechenden Messstäbchen gibt es in der Apotheke. Gegen 10 Uhr, 16 Uhr, 22 Uhr und 4 Uhr sollte der pH-Wert im basischen Bereich liegen, da zu dieser Zeit die im Körper vorhandenen Säuren neutralisiert werden. Gegen 7 Uhr, 13 Uhr, 19 Uhr und 1 Uhr ist er sauer. Je nach Essenszeiten kann es zu leichten Abweichungen kommen. Wenn Sie den Morgenurin zum Testen nehmen, sollte der Wert zwischen 7,35 und 7,5 liegen. Ist der pH-Wert niedriger als 6,5 muss der Übersäuerung entgegen gewirkt werden.
Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichtes
Zur Regulierung des Säuren-Basen-Haushaltes sind eine Ernährungsumstellung sowie regelmäßige Bewegung nötig. Lebensmittel, die basisch wirken oder zumindest neutral sind, sind vor allem frisches Obst und Gemüse (Kartoffeln, Rosenkohl, Erbsen, Feldsalat, Zucchini, Kopfsalat, Rotkohl, weiße Bohnen, Brokkoli, Spinat, Wirsing, Blumenkohl, Spargel, reife Bananen, Mandarinen, Sellerie und Zwiebeln). Aber auch Sahne, Mandeln und Trockenfrüchte sind empfehlenswert. Reduzieren sollten Sie nach Möglichkeit tierische Produkte, Erdnüsse, Zucker, Kaffee, Colagetränke, Süßigkeiten und Weißmehl. Säure bildend sind außerdem Eier, Milch- und Hefeprodukte und die meisten Nusssorten.
Auch Getränke können die Übersäuerung bekämpfen. Geeignet sind Mineralwasser, Heilwasser und Kräutertees. In der Apotheke gibt es außerdem Basenpulver und entsprechende homöopathische Mittel.
Was Sie sonst noch tun können
Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft unterstützt ebenso wie die Reduzierung von Stress den Entschlackungsprozess. Weiterhin können Sie Ihren Körper mit Massagen, Saunagängen, Trockenbürsten, Wickelanwendungen und Lymphdrainage unterstützen.












