Cholesterinarme Ernährung: Langfristig gesünder leben

Rund 15% der Deutschen haben einen gefährlich erhöhten Cholesterinspiegel (Hypercholesterinämie). Die Folge: Das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist sehr hoch. Jährlich sterben europaweit über vier Millionen Menschen an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wobei die häufigste Ursache das LDL-Cholesterin (Low Density Lipoproteine) ist. Es erhöht die Bildung von Arteriosklerose, die letztlich zu einem lebensgefährlichem Gefäßverschluss führen kann.

Cholesterinarme Ernährung: z.b. obst
und gemüse

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Um diesem Krankheitsrisiko rechtzeitig vorzubeugen, empfiehlt sich eine ärztliche Kontrolle. Neben einer eventuellen Einnahme von Tabletten ist vor allem eine dauerhafte Umstellung der Ernährung wichtig. Gesund und ausgewogen sollte sie sein, Sport wirkt sich zusätzlich positiv auf den Cholesterinstoffwechsel aus. Ziel der Ernährungsumstellung ist es, den Anteil an tierischen Fetten zu senken und dafür den Ballaststoffanteil zu erhöhen. Letzterer übernimmt eine Art „Schwammfunktion" und „saugt" Teile des verzehrten Fettes auf. Anschließend wird es auf natürliche Weise ausgeschieden.

Was ist geeignet?

Bei Fleisch sollten sich Patienten mit einem deutlich erhöhten Cholesterinspiegel auf Kalbsfleisch, mageres Rindfleisch und Geflügel ohne Haut beschränken. Bei Wurstprodukten darf der Fettgehalt nicht mehr als 25% betragen. Am besten geeignet sind deshalb gekochter Schinken, Puten- und Geflügelaufschnitt sowie Aspik. Eine gesunde Alternative ist außerdem Fisch, da er reich an ungesättigten Fettsäuren ist. Lediglich Kaviar, Aal, Tintenfisch, Krusten- und Schalentiere haben einen relativ hohen Anteil an Cholesterin und sollten deshalb gemieden werden.

Milch & Co.

Bei Milch und Milchprodukten sind solche mit einem reduzierten Fettgehalt (1,5%) zu bevorzugen. Mager- und Buttermilch sind ebenso geeignet wie Hütten- und Schichtkäse. Vermieden werden sollte hingegen Sahne, Vollmilch und Crème fraîche.

Nudeln & Co.

Nudeln sind generell erlaubt, solange kein Ei auf der Zutatenliste zu finden ist. Bei Kuchen sollten Produkte aus Hefeteig bevorzugt und auf in Fett gebackene Gebäcksorten komplett verzichtet werden.

Öl & Co.

Butter, Margarine, Schmalz und Mayonnaise wirken sich negativ auf den Cholesterinspiegel aus. Hier sind pflanzliche Öle aus Oliven, Mais, Sonnenblumen, Disteln, Soja oder Raps empfehlenswert. Achten Sie beim Kauf auf kaltgepresste Produkte, da sie viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthalten. Auch auf Eigelb muss nach Diagnosestellung verzichtet werden.

Aber keine Sorge: Auch wenn Sie nun auf eine gesündere Ernährung (mehr Obst und Gemüse) achten müssen, bleibt der Geschmack nicht auf der Strecke. So können Sie sich beispielsweise leckere Brote mit Quarkbelägen (Kräuterquarkbrot: Magerquark mit etwas Zitronensaft anrühren und frische Kräuter wie Dill, Schnittlauch, Sauerampfer hinzufügen, dann mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken), gefüllte Champignons, Tomatenpizza oder Reisbrei mit Kirschen zubereiten.

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