Das sollten Sie über Trinkwasser in Deutschland wissen

Immer wieder hört man davon, dass Wasser doch das am meisten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland sei. Vor diesem Hintergrund hört es sich fast unglaublich an, dass wir als Verbraucher immer noch dazu bereit sind, oft das 200-fache des eigentlich notwendigen Betrags zu zahlen. Die folgenden Fakten über das Trinkwasser in Deutschland sollten Ihnen daher schon einmal zu Ohren gekommen sein.
 

Trinkwasser

Absolut preiswert

Tatsächlich sind die Preise für Trinkwasser in Deutschland unglaublich günstig. Schon für weniger als 0,2 Cent ist es im Durchschnitt möglich, in den Besitz eines Liters Trinkwassers zu kommen. Leider ist uns dieses Glück gar nicht mehr bewusst, da wir es in unserem Alltag gerne als gegeben hinnehmen. Besonders drastisch wirkt da der Vergleich mit den Beträgen, die für normales Mineralwasser aus dem Supermarkt gezahlt werden. Hier sind es im Schnitt etwa 40 Cent pro Liter, wobei beträchtliche Schwankungen zwischen den unterschiedlichen Marken ebenfalls zu verzeichnen sind. Der Transport fällt beim Leitungswasser ebenfalls weg, was wiederum einen wichtigen Teil zum Schutz der Umwelt beiträgt.
Es ist vor allem die Werbung der Hersteller, die uns dazu verleitet, diesen enormen Aufpreis in Kauf zu nehmen. Das Versprechen von Calcium, Magnesium und dadurch mehr Vitalität scheint für viele sehr verlockend. Dabei sind die Unterschiede in der Qualität bei weitem nicht so groß, wie man im Vorfeld denken könnte. Dies zeigt der Wassertest deutlich, der dazu umfassende Analysen und Vergleiche anstellte.

Wasser aus der Kläranlage?

In Deutschland liegt der weit verbreitete Irrtum vor, dass unser Trinkwasser direkt aus der Kläranlage stamme. Aufgrund der oft üblen Gerüche ist es nur zu gut verständlich, dass dies zunächst abstoßend wirkt. Doch tatsächlich gelangt das Wasser danach in den natürlichen Wasserkreislauf, wo es viele weitere Reinigungsprozesse durchläuft. Wie viele Jahre es dann in der Natur verweilt, lässt sich natürlich nicht genau sagen. Letztendlich liegt das Wasser aus der Leitung aber in äußerst reiner Form vor, sodass überhaupt keine Bedenken für die Gesundheit bestehen. Zudem ist natürlich auch die industrielle Aufbereitung des Wassers in Deutschland strengstens kontrolliert. Insgesamt sorgen all diese Prozesse für einen sicheren Umgang mit unserem wohl wertvollsten Element, das wir unbedingt zum Leben brauchen. Trotzdem fordern Umweltverbände aktuell dazu auf, die Qualität des Grundwassers zu verbessern.

Hartes und schädliches Wasser?

Häufig geistert zudem der Begriff des "harten Wassers" durch unsere Köpfe. Dies ruft schnell negative Assoziationen hervor, bei denen sogar gesundheitliche Schäden mit dem Wasser in Verbindung gebracht werden. Dazu trägt auch das schnellere Verkalken der Armaturen durch hartes Wasser bei, die optisch gut erfassbar sind. Doch selbst dieses harte Wasser erfüllt natürlich alle Voraussetzungen und gesetzlichen Vorgaben und liegt mit seinen Werten weit unter den hohen Standards, die in der Bundesrepublik gelten. Sogar gesundheitliche Vorteile lassen sich bisweilen aus diesem Wasser ableiten. Vor allem Calcium und Magnesium sind in hohen Mengen darin enthalten. Womit Wasser-Konzerne gerne werben, wird hier zu einem scheinbaren Nachteil für das Trinkwasser. Selbst wenn der Bedarf des Körpers an diesen essentiellen Mikronährstoffen schon über die Nahrung gedeckt ist, so scheidet er überflüssige Stoffe einfach aus. Ein Gefahrenpotential besteht aus diesem Grund nicht, wenn man Wasser mit hohem Anteil an Magnesium und Calcium aus dem eigenen Wasserhahn trinkt.

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