Der Body-Mass-Index (BMI): Über-, Unter- oder Idealgewicht?
Beispielrechnung
Eine Frau wiegt 54 kg und ist 1,60 m groß. Der BMI berechnet sich dann folgendermaßen: 54 kg / (1,6 x 1,6) = 21,09 kg/m². Sie liegt damit im Bereich des Normalgewichtes (siehe unten).
Bei einem Mann, der 90 kg wiegt und 1,83 m groß ist, sieht die Berechnung wie folgt aus: 90 kg / (1,83 x 1,83) = 26,87 kg/m². Er hat somit ein leichtes Übergewicht.
Klassifikation
Nach der WHO gelten seit 2008 folgende Gewichtsklassifikationen bei Erwachsenen: Unter starkem Untergewicht leidet, wer einen BMI-Wert unter 16 kg/m² hat. Als mäßiges Untergewicht bezeichnet man den Wert zwischen 16 und 17 kg/m², als leichtes zwischen 17 und 18,5 kg/m². Menschen mit einem BMI von 18,5 bis 25 kg/m² haben ein gesundes Normalgewicht. Leichtes Übergewicht hingegen hat man mit einem Wert zwischen 25 und 30 kg/m². Adipositas (Fettleibigkeit) beginnt bei 30 kg/m². Hier gibt es eine Aufteilung in drei Grade (Grad I 30-35 kg/m², Grad II 35-40 kg/m², Grad III über 40 kg/m²).
Bei der Interpretation sind aber nicht nur Körpergröße und -gewicht von Bedeutung, sondern auch Alter und Geschlecht. So haben Männer beispielsweise einen höheren Anteil an Muskelmasse, so dass das Normalgewicht bei Männern zwischen 20 und 25 kg/m² liegt, während das der Frau geringfügig niedriger ist.
Der BMI bei Kindern
Die Berechnung des BMI bei Babys und Kleinkindern erfolgt ebenfalls nach derselben Formel. Allerdings werden Kinder, die noch nicht laufen können, im Liegen gemessen. Dieser Wert weicht von der Höhe im Stehen oftmals ab. Aus diesem Grund hat die WHO Tabellen mit Vergleichswerten anderer Kinder im selben Alter entwickelt. In den gelben Untersuchungsheften, die bei der Geburt eines Kindes ausgehändigt werden, gibt es die sogenannten Percentilenkurven. Der ideale BMI entspricht dabei dem Durchschnitt der vorhandenen Werte. Dies trägt auch den typischen Entwicklungssprüngen von Kindern Rechnung.












