Die richtige Ernährung bei Bluthochdruck 

Jeder zweite Deutsche über 50 Jahre hat Bluthochdruck (Hypertonie). Neben einer Gewichtsreduzierung spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. Stellt man sie um, kann vor allem der systolische Druck deutlich gesenkt werden.

Die richitge Ernährung bei Bluthochdruck

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Weniger Salz

Salz versteckt sich in vielen Lebensmitteln. So nehmen wir inzwischen etwa 80% des Kochsalzes durch Fertigprodukte wie Brot, Wurst, Käse und Konservenkost zu uns. Da Salz oftmals eine der Ursachen für einen zu hohen Blutdruck ist, sollten diese Produkte gemieden bzw. nur noch in geringen Mengen verzehrt werden. Da Hypertonie aber inzwischen stark verbreitet ist, bietet die Lebensmittelindustrie zahlreiche kochsalzreduzierte Produkte an. Sie sind als „natriumarm" gekennzeichnet und enthalten weniger als 0,3 Gramm Kochsalz pro 100 Gramm verzehrfertiger Zubereitung. Bei Getränken ist dieser Wert sogar noch niedriger.


Mehr Kalium

Empfehlenswert ist außerdem eine kaliumreiche Ernährung. Sie unterstützt die Senkung des Blutdruckes. Geeignete Kaliumlieferanten sind Hülsenfrüchte, Bananen und Kartoffeln. Generell sollten viel Obst, Gemüse und Fisch auf dem Speiseplan stehen. Tierische Fette und Fleisch hingegen sollten nur in Maßen gegessen werden. Auch bei Eiern ist Vorsicht geboten: Mehr als zwei Eier pro Woche dürfen es nicht sein. Keine Einschränkungen gibt es bei Milch und Milchprodukten, bei Käse muss jedoch aufgepasst werden. Gerade die mageren Käsesorten sind oftmals besonders salzhaltig. Statt Butter sollten Hypertonie-Patienten Margarine, Oliven-, Distel-, Maiskeim- oder Sonnenblumenöl bevorzugen.
Bei Brot sind Weißmehl- und Stärkeprodukte weniger, Vollkornprodukte dafür sehr gut geeignet. Salzgebäck, Blätterteigbackwaren, Mürbeteig, Rührkuchen und Torten sollten nach Möglichkeit ganz vermieden werden. Bei den Getränken sind Fruchtsäfte, Limonaden und Alkohol tabu. Ansonsten ist eine gesunde und abwechslungsreiche, vor allem aber ballaststoffreiche Ernährung empfehlenswert. Durch Obst, Gemüse und Vollkornprodukte wird das Cholesterin direkt im Darm gebunden und dann ausgeschieden.

Auf das richtige Fett kommt es an

Wer Fisch mag, sollte bei Lachs, Makrele, Hering und Thunfisch zugreifen. Die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren wirken sich positiv auf den Blutdruck und auch auf den Blutfettspiegel aus. Alternativ eignen sich auch Mandeln, Erd- und Walnüsse, da der Gehalt an mehrfach ungesättigten Fettsäuren hier ebenfalls sehr hoch ist.

Magnesium

2002 kamen Wissenschaftler der John-Hopkins-Universität (USA) nach langjährigen Studien zu dem Ergebnis, dass Magnesium und Vitamin C den systolischen Blutdruckwert senken. Magnesium ist in Kürbiskernen, Nüssen, Hülsenfrüchten, Kakao, Bananen, Kartoffeln, Roggen, Hafer und Petersilie enthalten.

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