Die richtige Ernährung bei einer Laktoseintoleranz

Bauchschmerzen, Völlegefühl, Durchfall und Übelkeit: So vielfältig sind die Symptome einer Laktoseintoleranz. Bei der Milchzuckerunverträglichkeit fehlt dem Körper das Milchzucker spaltende Enzym Laktase bzw. es arbeitet nur noch eingeschränkt. Ist die Laktoseintoleranz nicht angeboren, sondern nur sekundär, ist das vollständige Verschwinden der Symptome möglich. Etwa zehn Millionen Deutsche leiden derzeit darunter.

Die richtige Ernährung bei einer Laktoseintoleranz

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Hat man diese Unverträglichkeit, sollte eine diätetische Therapie eingehalten und Milch, Milchprodukte sowie Lebensmittel, die Milch enthalten, vermieden bzw. nur in geringen Mengen verzehrt werden. Bei einer leichten Lactoseintoleranz werden acht bis zehn Gramm Milchzucker problemlos vertragen und bei einer mittleren Unverträglichkeit bis zu ein Gramm. Letztlich muss aber jeder Betroffene selbst ausprobieren, wie viel er verträgt.

Laktosehaltige Lebensmittel

In einigen Lebensmitteln „versteckt" sich der enthaltene Milchzucker. So müssen Betroffene bei folgenden Produkten vorsichtig sein bzw. die Verpackungsbeschreibung beachten: Gemüsekonserven, Backwaren, Müslimischungen, Wurstwaren wie z.B. Schinken, Fischkonserven, Fertiggerichte, Margarine, Salatdressing, Verdickungs- und Bindemittel, Brotaufstriche, Eis, Schokolade, Tiefkühlgerichte wie Pizza und Süßwaren aus weicher Lakritze. Dank einer Gesetzesänderung sind die Hersteller aber inzwischen verpflichtet, verpackte milchzuckerhaltige Lebensmittel als solche zu kennzeichnen.
Laktosefrei sind Fruchtsäfte, Mineralwasser, Tee, Kaffee, frisches Obst und Gemüse, Nüsse, Hülsenfrüchte, Getreide, Fleisch, Fisch, Hühner, Honig, Marmelade, Kräuter, Kartoffeln, Reis und Nudeln. Auch Hart-, Schnitt- und Weichkäse sind aufgrund ihres geringen Milchgehaltes praktisch laktosefrei.

Sauermilchprodukte

Sauermilchprodukte sind trotz eines recht hohen Laktosegehaltes gut verträglich. Dies liegt an den enthaltenen Milchsäurebakterien, die im Darm größere Mengen des Milchzuckers abbauen.

Spezialprodukte als Kalziumlieferanten

Mittlerweile hat sich auch die Industrie mit der stetig steigenden Zahl von Betroffenen mit Lebensmittelunverträglichkeiten beschäftigt und stellt spezielle Produkte wie Milch, Quark, Käse und Joghurt her. Laktosefreie Milchprodukte werden aus herkömmlicher Milch hergestellt. Allerdings wird der Milchzucker bereits während der Produktion in Glukose und Galaktose gespalten - bei gesunden Menschen wird das vom körpereigenen Enzym Laktase übernommen. Etwas gewöhnungsbedürftig ist der leicht süße Geschmack, aber dafür liefern die laktosefreien Produkte genauso viel Kalzium wie herkömmliche Produkte. Weitere Kalziumlieferanten sind Broccoli, Spinat, grüne Bohnen und Grünkohl. Als Alternativen zu den etwas teureren Produkten gibt es Soja-, Kokos- oder Mandelmilch.

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