Entschlackungskur: Seele und Körper entgiften 

Konsumorientiert und hektisch: So gestaltet sich der Alltag der meisten Deutschen. Zur Förderung der Gesundheit und einer ganzheitlichen Regeneration empfehlen vor allem Naturheilkundler eine regelmäßige Entschlackungskur. Dabei soll nicht nur der Organismus positiv beeinflusst, sondern auch seelischer Ballast abgeworfen werden.

Belastende Lebensgewohnheiten können abgelegt, ein Neuanfang gewagt werden.

Schlacken

Zu viel, zu fettig, zu süß und zu salzig: Unser Stoffwechsel wird täglich durch ein oftmals ungesundes Essverhalten belastet. Die Naturheilkunde geht davon aus, dass dabei Schlacken (vom Körper neutralisierte Säuren und Gifte) entstehen, die im Körper eingelagert werden. Vor allem tierische Produkte, zuckerhaltige Lebensmittel, Weißmehlprodukte und Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee, Cola, Alkohol und kohlensäurehaltiges Mineralwasser belasten den Organismus dauerhaft.
Naturheilkundler sehen in den Schlacken deshalb die Ursache für Erkrankungen wie Rheuma, Gicht, Gallen- und Nierensteine, Migräne, Allergien, Arthrose und Osteoporose.

Vierwöchige Kur

Im Gegensatz zur Fastenkur darf bei einer Entschlackungskur auch weiterhin gegessen werden. Allerdings wird die Ernährung umgestellt, so dass Schlacken ausgeleitet werden können, ohne den Organismus zu stark zu belasten. Eine Kur sollte deshalb zwei bis vier Wochen dauern.
Dabei wird auf Säure bildende Lebensmittel verzichtet, Basen bildende Produkte werden bevorzugt. So sind beispielsweise Joghurt, rohes Gemüse, fett- und zuckerhaltige Produkte, Käse, Rind- und Schweinefleisch verboten. Das Essen sollte außerdem nicht gebraten oder frittiert werden. Erlaubt sind hingegen Reis, Kartoffeln, Sojabohnen, Kräuter, Sauerkraut, Zwiebeln, Zitronensaft, Blattgemüse, Tomatensaft und Karotten. Ideal sind Suppen aus Gemüse oder Getreide.
Wird vorübergehend auf feste und schwer verdauliche Nahrung verzichtet, wirkt sich dies positiv auf die Darmflora aus. Immerhin ist der Darm Zentrum des Immunsystems und somit wichtig für die körpereigene Abwehr. Um die Darmsanierung zu unterstützen, können natürliche Passagesalze eingenommen werden. Bittersalz (Magnesiumsalz) regt die Ausscheidung besonders gut an.
Damit die Schlacken „heraus gespült" werden, sollte außerdem auf reichlich Flüssigkeit geachtet werden. Ideal ist abgekochtes Wasser, vermieden werden sollten kohlensäurehaltige Getränke.

Eigenkontrolle

Mit Teststreifen aus der Apotheke kann der pH-Wert leicht selbst getestet werden. Jeweils morgens, mittags und abends wird gemessen, das Ergebnis am Abend addiert und durch drei geteilt. Der Idealwert liegt bei 6,9. Ist das Ergebnis niedriger, spricht der Naturheilkundler von einer Übersäuerung.

Sinn oder Unsinn?

Die tatsächliche Existenz von Schlacken konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Aber dennoch kann sich eine Entschlackungskur positiv auswirken und dem Anwender einen persönlichen Nutzen bringen. Oftmals steigert eine solche Ernährungsumstellung das subjektive Wohlbefinden und fördert bewusstes sowie gesünderes Essen. Eine Gewichtsabnahme ist allerdings nicht garantiert, da das Entschlacken hauptsächlich abführend und harntreibend wirkt.

Artikelinformationen