Ernährungsberatung: Mit Motivation zum Wunschziel

Edeka, Aldi und REWE gehören schon seit langem zu den größten Lebensmittelhandelskonzernen Europas - kein Wunder also, dass es in Deutschland ein Überangebot an Lebensmittel aller Qualitätsstufen gibt. Ob „Bio" oder „light", ständig gibt es neue Erkenntnisse der Ernährungswissenschaften, was wirklich gesund und was besser zu vermeiden ist.

Wurde eine Ernährungsberatung anfangs häufig als Begleitung zum Wunschgewicht gemacht, steht heute der Gesundheitsaspekt im Vordergrund. Die gestiegenen Zahlen von Diabetis-Mellitus-Erkrankungen und Herzinfarkten, Lebensmittelunverträglichkeiten und Allergien haben den Verbraucher sensibilisiert. Eine Ernährungsberatung bietet nicht nur Hilfe bei Fehlernährung an, sondern zeigt Alternativen auf.

Was macht ein Ernährungsberater?

Ein Ernährungsberater erstellt individuelle Ernährungspläne, leitet an und unterstützt den Kunden auch in Sachen Diät und Fitness. Eine gezielte Beratung beginnt mit einer ausführlichen Bestandsaufnahme. Dabei wird nicht nur das aktuelle Gewicht und der Körperfettanteil ermittelt, sondern auch die persönliche Lebensgeschichte und die aktuelle Arbeitssituation miteinbezogen. Ein Sportler beispielsweise muss ganz anders beraten werden als ein Senior oder ein übergewichtiges Kind. Gerade bei Übergewicht steigt die Zahl der betroffenen Deutschen seit Jahren.
Allerdings schreibt ein Ernährungsberater seinem Kunden nichts vor - vielmehr zeigt er ihm den Weg zu einer gesünderen, eigenverantwortlichen Ernährung. Natürlich stehen dabei Wissenswertes rund um Lebensmittel und Essensgewohnheiten im Vordergrund.

Ist-Zustand

Entscheidet man sich für eine Ernährungsberatung, wird zunächst der Ist-Zustand festgehalten. Anschließend folgt die Analyse der Nährstoffsicherung an Hand des persönlichen Ernährungsverhaltens. Auch gesundheitliche Probleme kommen in dieser Phase zur Sprache, eventuelle Symptome werden besprochen. Auch die Lebens- und Arbeitssituation ist wichtig. Eine Hausfrau und Mutter von drei Kindern braucht schließlich eine andere Beratung als ein Student in einem Einpersonenhaushalt.
Als nächste Schritte werden der Kühlschrank des Kunden unter die Lupe genommen und ein Ernährungsprotokoll angelegt. Gerade bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten ist letzteres besonders sinnvoll. Liegen ernsthafte gesundheitliche Beschwerden vor, arbeitet der Ernährungsberater eventuell mit dem behandelnden Arzt zusammen.

Soll-Zustand

Wurde der Ist-Zustand detailliert geklärt, stellt sich nun die Frage, was erreicht werden soll. Ob eine reine Gewichtsreduzierung oder eine Unterstützungsmaßnahme bei Krankheiten wie Neurodermitis und Diabetes, die Möglichkeiten sind vielfältig. Wichtig dabei ist, dass die Zielsetzung realistisch (sonst kann es schnell zu Frustrationen kommen) und der Kunde entsprechend motiviert ist.

Beratungsdauer

In der Regel gibt es mehrere Beratungseinheiten, einen gemeinsamen Einkauf sowie das gemeinsame Zubereitung einer Mahlzeit nach dem neu erstellten Ernährungsplan. Auch ein Jahres-Coaching ist möglich. Allerdings gilt auch hier wieder: Die individuellen Bedürfnisse des Kunden stehen im Vordergrund, so dass sich der Ernährungsberater diesen entsprechend anpasst.

Artikelinformationen