Fettarme / fettreduzierte Ernährung: Mit Erfolg abnehmen  

Jeder zweite Deutsche ist zu dick. Vor allem junge Erwachsene haben im Vergleich zu den letzten Jahrzehnten deutlich an Gewicht zugelegt, jeder zehnte ist sogar adipös. Der Anteil fettleibiger Menschen aus sozial schwächeren Gruppen ist deutlich höher. Besonders betroffen sind die Menschen in den neuen Bundesländern. Die wenigsten Dicken findet man übrigens in den Stadtstaaten.

Eine groß angelegte mehrjährige Verzehrstudie, die 2007 beendet wurde, ergab außerdem, dass gerade einmal acht Prozent der erwachsenen Teilnehmer ihren persönlichen Energiebedarf richtig einschätzen konnten.

Fettanteil reduzieren

Seit Jahren liegen die verschiedensten Diäten im Trend. Eine davon reduziert die Fettmenge in der aufgenommenen Nahrung. Bei der Low-Fat-Diät (aus dem Englischen: Fettminimierung) darf der Fettanteil nicht mehr als 60 Gramm pro Tag betragen. Um das Gewicht dauerhaft zu senken, darf der Fettoberwert auch nach Beendigung der Diät nicht wieder überschritten werden. Zu Beginn wird eine Grenze von 30 Gramm pro Tag empfohlen.
Pflanzenöle sollten dabei den tierischen Fetten vorgezogen werden, da vor allem letztere oft zu einem zu hohen Cholesterinspiegel führen. Fisch wie Makrele, Hering, Lachs oder Thunfisch ist aufgrund der hochwertigen ungesättigten Fettsäuren allerdings erlaubt.
Nach der Low-Fat-Diät sind Ausnahmen erlaubt, sofern diese am nächsten Tag mit einberechnet werden. Es gibt somit also keinen absoluten Verzicht.

Vor- & Nachteile

Befürworter dieser Diät loben vor allem die Alltagstauglichkeit, da nichts wirklich verboten ist. Auch das sonst typische Kalorienzählen entfällt. Dafür stellt sich der Erfolg recht schnell ein. Durchschnittlich nehmen wir etwa 100 Gramm Fett pro Tag zu uns. Wird dieser Anteil auf 60 Gramm beschränkt, sind das etwa 560 Kalorien weniger als zuvor.
Kritiker warnen jedoch vor den sogenannten Heißhungerattacken. Mangelt es dem Körper an essentiellen Fettsäuren, kann es zu einem starken Hungergefühl kommen. Um das zu vermeiden, werden Salate mit kaltgepressten Ölen wie zum Beispiel Oliven- oder Distelöl empfohlen.
Auch eine Unterversorgung des Körpers mit fettlöslichen Vitaminen ist bei strenger Fettreduzierung möglich.

Erfolgssaussichten

Tatsächlich ist die Low-Fat-Diät geeignet, um dauerhaft abzunehmen. Wer auf seine Vitaminzufuhr achtet und zudem noch regelmäßig Sport treibt, braucht auch vor dem Jojo-Effekt keine Angst zu haben.

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