Gesunde Lebensmittel: Besser leben leicht gemacht

In den letzten Jahren ist das Gesundheitsbewusstsein der Deutschen deutlich gestiegen. Bioprodukte haben Hochkonjunktur, allein 2008 wurden 5,8 Milliarden Euro Umsatz damit gemacht. Das ist eine Steigerung von rund einer Milliarde Euro innerhalb von zwei Jahren. Doch was ist wirklich gesund? Diese Frage stellen sich immer mehr Verbraucher.

Gesunde Lebensmittel

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Auf Ausgewogenheit achten

Zu einer gesunden Ernährung gehört vor allem die Ausgewogenheit. Auf dem täglichen Speiseplan sollten reichlich Obst und Gemüse stehen, ausreichend Flüssigkeit (etwa zwei Liter Wasser oder Tee), Milchprodukte und komplexe Kohlenhydrate aus Getreide und Kartoffeln. Jeweils zwei Mal wöchentlich sollten Fisch, Fleisch und Eier verzehrt werden. Der täglichen Fettbedarf (ca. 40 Gramm) wird durch hochwertige Fettsäuren abgedeckt.

Warum Obst und Gemüse so wichtig sind

Obst und Gemüse enthalten eine ganze Reihe wertvoller sekundärer Pflanzenstoffe. So sind zum Beispiel Polyphenole enthalten, die entzündungshemmende Eigenschaften haben und das Wachstum von Tumoren hemmen können. Besonders konzentriert kommen sie in rotem Gemüse und Obst wie Kirschen, Radieschen oder Rotkohl vor.
Karotinoide schützen den Körper vor freien Sauerstoffradikalen und beugen Krebs vor. Es gibt über 600 verschiedene Arten, die beispielsweise in Paprika, Äpfeln und Karotten vorkommen.


Krankheiten vorbeugen

Viele Lebensmittel eignen sich, um bestimmten Krankheiten vorzubeugen. So schützen beispielsweise Orangen das Herz, Knoblauch senkt die Blutfettwerte und Zitronen senken die Blutzucker- und Cholesterinwerte. Bei Obst und Gemüse sollten Sie immer darauf achten, nach Saison zu kaufen. Diese Produkte haben meist nur kurze Vertriebswege und enthalten dementsprechend mehr Vitamine und Nährstoffe.
Besonders wertvoll sind übrigens Bananen. Sie sind u.a. reich an Vitamin C und B6, Ballaststoffen und Magnesium. Außerdem sind kaliumreich, so dass sie vor zu hohem Blutdruck und Arterienverkalkung schützen. Selbst die Senkung des Risikos für Herzerkrankungen und Parkinson konnte in einer Studie nachgewiesen werden.
Auch Probiotika sind durchaus empfehlenswert. Seit einigen Jahren wird in der Werbung immer wieder von den Mikroorganismen gesprochen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken sollen. Dabei werden Produkten wie Joghurts, Milchgetränke, Wurstwaren oder Müslis mit bestimmten Kulturen (Bifidusbakterien, Lactobazillen, etc.) versetzt. Da diese Kulturen bereits in unserem Körper vorhanden sind, verschieben sie tatsächlich das Gleichgewicht unserer Darmflora zu Gunsten der Probiotika. Dies wiederum hat einen positiven Einfluss auf das Immunsystem.

„Beauty Food"

Unter „Beauty Food" versteht man Lebensmittel, die besonders reich an Vitaminen und Spurenelementen wie Eisen, Zink, Kupfer und Karotinoide sind. Sie wirken sich positiv auf den Stoffwechsel aus, beeinflussen den Aufbau des Bindegewebes und sorgen für eine geschmeidige Haut, kräftige Haare und feste Nägel. Gerade Kinder, Jugendliche, Schwangere und stillende Mütter haben einen erhöhten Vitaminbedarf. Ein Mangel an Spurenelementen kann sogar ernsthafte Folgen haben: Die Leistungsfähigkeit wird gemindert, Erschöpfung macht sich breit.
Als gute Nährstoffquellen haben sich Obst- und Gemüsearten wie Aprikosen, Orangen, Pfirsiche, Mangos, Papayas, Avocados, Paprika, Feldsalat und Hülsenfrüchte bewährt. Weiterhin sollten Vollkornprodukte und mageres rotes Fleisch regelmäßig verzehrt werden.

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