So kommen Sie zu Ihrer Traumfigur: Wege aus dem Diätendschungel

Ob Glyx- oder Atkins-Diät, Abnehmen mit Genuss oder mentales Schlankheitstraining: Diäten liegen im Trend, denn immerhin fühlt sich jeder zweite Deutsche zu dick. Frauenzeitschriften bringen jede Woche einen neuen Ernährungsplan zum Abnehmen heraus, die Weight Watchers machen Fernsehwerbung und Promis wie Christine Neubauer schreiben entsprechende Ratgeber. Würde man all den Werbeversprechen glauben, dürfte es in Deutschland bereits keine Übergewichtigen mehr geben.

Populär

Am populärsten ist sicherlich das Weight Watchers-Programm. In einer repräsentativen Umfrage gaben 80% der Befragten an, das Diätkonzept zu kennen. Tatsächlich wurde es bereits 1963 von einer amerikanischen Hausfrau ins Leben gerufen, die keine Lust hatte, allein abzunehmen und deshalb ihre Freundinnen zum Mitmachen motivierte. Die Teilnehmer erhalten einen sogenannten „Pointsführer", in welchem alle Nahrungsmittel und Getränke einer bestimmten „Pointszahl" zugeordnet sind. Gegessen werden darf, worauf man Lust hat, so lange die Richtlinie für den Tag eingehalten wird. Die Zeitschrift „Ökotest" bewertete das Konzept 2005 als sehr gut.

Die richtige Auswahl treffen

Wer sich nicht durch den unüberschaubaren Diätendschungel kämpfen oder an Gruppenprogrammen teilnehmen möchte, kann sein Gewicht mit einfachen Mitteln senken. Das Wichtigste dabei ist allerdings die konsequente Einhaltung der Regeln. Die gute Nachricht: Komplett verzichten muss man nicht. Aber täglich sollte eine geringe Kalorienmenge eingespart werden. Allerdings sollten es nicht mehr als 500 Kalorien sein, da der Körper sonst ein „Notprogramm" startet. Die Folge: Es entsteht ein Nährstoffmangel, der ein Schlappheitsgefühl auslöst. Außerdem setzt dann der sogenannte Jo-Jo-Effekt ein. Wird die Energieaufnahme jedoch um etwa 500 Kalorien gesenkt, nimmt man pro Woche ein halbes Kilo ab. Besonders hilfreich ist es, auf die Zwischenmahlzeiten zu verzichten. Wer das nicht schafft, sollte zumindest Kuchen und Kekse durch Joghurt, Quark oder Gemüsesticks ersetzen.

Ernährungstagebuch

Vor allem zu Beginn empfiehlt sich ein Ernährungstagebuch. Oftmals merkt man gar nicht, wie viele versteckte Kalorien am Tag verzehrt werden und wie oft man zwischendurch zu einem kleinen Snack greift. Selbst Zucker und Milch im Kaffee zählen bereits. Das Ernährungstagebuch hilft dabei, die Gesamtkalorienmenge zu berechnen und gibt Anregungen zur Reduzierung. So haben beispielsweise Salzstangen etwa 270 Gramm weniger Kalorien als Erdnüsse pro 100 Gramm. Und wer Schokolade liebt, sollte auf Schokopudding umsteigen. Das spart rund 490 Kalorien pro 100 Gramm. Diese Beispiele zeigen, wie schnell und einfach der Vergleich gemacht werden kann, ohne dass der Abnehmwillige auf bestimmte Dinge verzichten muss.

Vorsicht geboten ist bei sogenannten Nulldiäten, da ein längerer Nahrungsentzug gesundheitsschädlich sein kann und sich ein Jo-Jo-Effekt später aufgrund der künstlichen Hungerphase in der Regel nicht vermeiden lässt.

Bewegung

Die beste Methode, um den Stoffwechsel anzuregen, ist und bleibt Bewegung. Davor scheuen sich aber vor allem oft stark Übergewichtige. Entscheidend ist allerdings die verbrannte Energie und so reicht es schon, einfach mehr Bewegung in den Alltag „einzubauen". Kurzstrecken können zu Fuß bewältigt werden, Spaziergänge am Wochenende entspannen noch zusätzlich.

Um die Motivation nicht zu verlieren, sollten Sie sich immer nur kleine Ziele setzen. Diese sind nicht nur schneller zu erreichen, sondern spornen auch zum Weitermachen an. Größere Erfolge auf der Diätetappe dürfen belohnt werden.

 

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