Vitamine: Warum sie lebensnotwendig sind  

Vitamine kommen sowohl in pflanzlichen als auch in tierischen Produkten vor und sind für den Menschen lebensnotwendig. Obwohl sie keinen energetischen Nährwert haben, sind sie an vielen Vorgängen im Körper beteiligt.

Unterschieden wird zwischen fettlöslichen (Vitamin A, D, E, K) und wasserlöslichen (Vitamine der B-Gruppe, Vitamin C und Biotin) Vitaminen. Bis auf Vitamin D müssen alle Vitamine über die Nahrung aufgenommen werden, da sie nicht selbst gebildet werden können. In der Regel entstehen sie erst durch Stoffwechselprozesse. In enger Wechselwirkung mit Enzymen, Coenzymen und Hormonen übernehmen Vitamine vielfältige Aufgaben. Folgend finden Sie die wichtigsten im Überblick:

Vitamin C (Ascorbinsäure): Der Alleskönner

Vitamin C ist ein echtes Multitalent. Es unterstützt nicht nur unser Immunsystem, sondern schützt auch vor den sogenannten freien Radikalen, die den Alterungsprozess beschleunigen. Außerdem sorgt der Alleskönner für ein festes Bindegewebe, kräftigt das Haar und hat Einfluss auf das Zahnfleisch, die Fettverwertung und Sehstärke. Aber das sind längst noch nicht alle Aufgaben. Vitamin C ist maßgeblich für eine positive Gemütslage und für einen erholsamen Schlaf verantwortlich.
Die Aufnahme erfolgt über die Nahrung. Da die Moleküle sehr einfach aufgebaut sind, können sie relativ schnell vom Körper resorbiert werden. Überschüssiges Vitamin C wird auf natürlichem Wege wieder ausgeschieden. Idealerweise sollten deshalb die entsprechenden Lebensmittel über den gesamten Tag verteilt werden. Besonders reich an Vitamin C sind Hagebutten (1,045 mg pro 100 g) und Sanddornbeeren sowie Kiwis und schwarze Johannisbeeren. Bei Gemüse lohnen sich Paprika (107 mg pro 100 g), Rosenkohl, Meerrettich und Grünkohl.

Vitamin A (Retinol): Die Sehkraft stärken

Vitamin A fördert die Eiweißsynthese und beeinflusst das Zellwachstum. Es ist außerdem Bestandteil des Sehpurpurs und somit in der Lage, der Nachtblindheit entgegenzuwirken. Aber auch Akne und Altersflecken werden positiv beeinflusst. Besonders geeignete Lieferanten sind Leber, Karotten, grünes und gelbes Gemüse, Mangos, Eigelb und Palmöl. Steht dem Körper zu wenig Vitamin A zur Verfügung, kann es zur Verhornung von Haut und Schleimhäuten, Gewichtsverlust und einer verringerten Anpassung des Auges in der Dunkelheit kommen.
Provitamin A kann in Vitamin A gespalten werden und hat eine Schutzfunktion. Es fängt freie Radikale ab und schützt Zellbestandteile. Krebserregende Zellen werden reduziert und die Immunabwehr gesteigert. Auch das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken, kann mit diesem Provitamin gesenkt werden. Bei einer Unterversorgung steigen die Infektanfälligkeit und die Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht.

Vitamin D: Gesunder Knochenbau

Vitamin D kommt sowohl in pflanzlichen und tierischen Produkten vor (Lebertran, Sardinen, Hering, Lachs, Thunfisch, Milchprodukte, Eigelb). Es ist außerdem das einzige Vitamin, dass der Körper mittels Sonnenlicht selbst bilden kann. Bereits 15 Minuten an der frischen Luft sind dafür ausreichend. Vitamin D fördert die Kalziumresorption und die Verknöcherung des Skelettes. Es kräftigt also Knochen und Zähne und unterstützt außerdem die Wirkung von Vitamin A. Bei einem Mangel kann es zur Deformierung der Knochen sowie Osteomalazie und Osteoporose kommen. Kinder leiden bei einer Unterversorgung oftmals unter Rachitis.

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