Wann ist eine Ernährungsumstellung wirklich sinnvoll?

Unzählige Diäten werden jährlich von den Deutschen begonnen - und meist nach einem typischen Jojo-Effekt wieder aufgegeben. Wer dauerhaft sein Gewicht reduzieren möchte, sollte sich Gedanken über eine Ernährungsumstellung machen. Auch bei Vorerkrankungen wie Diabetes, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, etc.), Nahrungsmittelallergien und - intoleranzen oder erhöhten Blutfettwerten ist es sinnvoll, sich einen individuellen Ernährungsplan auszuarbeiten.

Eine Ernährungsumstellung mag sich zunächst sehr radikal anhören, ist aber alles andere als das. Hier wird nicht sofort alles komplett umgestellt, sondern über einen längeren Zeitraum. In der Regel soll die Ernährung gesünder und kalorienärmer werden - also vollwertiger. Da es jedoch nicht so leicht ist, jahrelange Essensgewohnheiten zu ändern, ist eine gute Motivation Grundvoraussetzung. Nur, wer wirklich gewillt ist, etwas zu ändern, wird dieses Ziel auf Dauer erreichen können. Dabei werden individuelle Vorlieben aber nach wie vor berücksichtigt.

Was kann man ändern?

Bereits die Aufnahme von mehr Obst und Gemüse in den bestehenden Speiseplan bedeutet für viele eine Änderung der Gewohnheiten. Auch der Verzicht auf fettreiche Speisen ist oft Neuland. Dabei braucht man gar nicht auf Fleisch zu verzichten, sondern sollte sich statt eines Schweinebratens lieber fettarme Sorten (z.B. Pute oder Rind) aussuchen. Etwa 40 Gramm Fett benötigt der menschliche Körper täglich - aber auf die richtige Auswahl ist entscheidend. So genannte gute Fette spielen dabei eine wichtige Rolle.
Je nach ihren persönlichen Lebensumständen ist es ebenfalls wichtig zu schauen, ob Sie mehr Vitamine, Eiweiße oder Kohlenhydrate benötigen. Auch auf ausreichend Getränke sollte geachtet werden. Etwa zwei Liter täglich, am besten Mineralwasser oder Tee, sind empfehlenswert. Einen guten Anhaltspunkt für eine gesündere Ernährung gibt die Ernährungspyramide.
Menschen mit Vorerkrankungen benötigen spezielle Ernährungshinweise. So können beispielsweise bestimmte Nahrungsmittel zur Senkung der Cholesterinwerte beitragen. Auch Neurodermitis-Patienten sind mit einer Ernährungsumstellung oftmals gut beraten.

Bewegung

Sollten Sie sich für eine dauerhafte Ernährungsumstellung entscheiden, sollte auch der Aspekt Bewegung betrachtet werden. Natürlich werden Sie sich nicht sofort von einem Sportmuffel in einen Supersportler verwandeln, aber bereits sanfte Sportarten wie Yoga oder Schwimmen unterstützen den Stoffwechsel und helfen bei einer lang anhaltenden Gewichtsreduktion.
Unter Umständen bezuschusst die Krankenkasse übrigens die Leistungen von Ernährungsfachkräften. Entsprechende Adressen bekommen Sie bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V.

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