Welche Rolle spielt die Ernährung bei Neurodermitis?  

Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Neurodermitis. Am häufigsten sind Kleinkinder und junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren betroffen. Die Hautkrankheit gilt nach wie vor als unheilbar, lediglich die Symptome werden bekämpft.

Die Nadel im Heuhaufen

Die schlechte Nachricht vorweg: Eine allgemeine Diät-Empfehlung für Neurodermitis-Betroffene gibt es nicht. Viel mehr muss bei jedem einzelnen geschaut werden, wie auf bestimmte Inhaltsstoffe reagiert wird. Kommt es zu einer Verschlechterung der Symptome, ist von einer Nahrungsmittelunverträglichkeit (nicht zu verwechseln mit Allergien) auszugehen. Oft sind es bestimmte Zusatzstoffe wie Konservierungs- und Farbstoffe oder Antioxidantien. Bei Kindern sind bereits Grundnahrungsmittel wie Hühnerei, Kuhmilch, Haselnüsse, Fisch, Sojamilch und Weizen das Problem.
Um den auslösenden Stoffen von Neurodermitis schnell auf die Spur zu kommen, empfiehlt sich ein Tagebuch. Hier wird regelmäßig eingetragen, wie die derzeitigen Krankheitssymptome sind, wie es sich mit der Erkrankungsschwere verhält und was verzehrt wurde. Gerade bei Kindern allerdings lohnt sich ein erneuter Versuch mit auslösenden Stoffen, da die Nahrungsmittelunverträglichkeiten oftmals im Laufe der Jahre wieder verschwinden.

Prävention im Säuglingsalter

Den besten Schutz gegen Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten bietet die Muttermilch. Wird ein Baby sechs Monate lang voll gestillt, ist das Risiko, daran zu erkranken, am geringsten. Auch sollten Allergie auslösende Produkte wie Hühnerei, Fisch und Nüsse erst nach dem ersten Geburtstag verzehrt werden. Gluten sollte in diesem Zeitraum ebenfalls vermieden werden. Ein weiterer Auslöser für Allergien können rote Früchte sein. Auch hier ist also Vorsicht geboten.

Gesunde Ernährung

Eine gesunde Ernährung bedeutet ein gutes Immunsystem und somit auch eine Beeinflussung des Hautzustandes. Wichtig ist es, viel frisches Obst und Gemüse zu essen. Auf Nahrungsfette, wie sie in Fleisch und Chips vorkommen, sollte hingegen geachtet werden. Generell sind pflanzliche Fette den tierischen gegenüber zu bevorzugen. Auch Süßigkeiten und Alkohol dürfen nur gelegentlich auf dem Speiseplan stehen. Die Hauptmahlzeiten sollten aus komplexen Kohlenhydraten bestehen. Hier eignen sich zum Beispiel Vollkornbrot, Nudeln, Kartoffeln und Reis.

 

 

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