Wieso Vitamine für den Körper essentiell sind

Besonders im Winter sind Vitamine in aller Munde. Sie sollen vor Krankheiten schützen, Depressionen und Krebs vorbeugen und ganz einfach mit gesunder Ernährung aufgenommen werden können. Doch warum sind Vitamine so wichtig und wie kann der Bedarf des Körpers sicher gedeckt werden?

Vitamine

 

Was Vitamine leisten


Es gibt 13 verschiedene Vitamine, von denen 11 vom Körper nicht selbst gebildet werden können. Diese können allerdings problemlos über die Nahrung aufgenommen werden. Vitamin D kann der Körper selber synthetisieren, insofern er ausreichend Sonnenlicht ausgesetzt ist. Niacin wird aus der Aminosäure Tryptophan hergestellt und ist damit indirekt von den Essgewohnheiten abhängig.
Eine ausgewogene Ernährung ist für die Gesundheit elementar, denn Vitamine sind lebenswichtig. Je nachdem um welches Vitamin es sich handelt, greift es in Stoffwechselprozesse ein und ist an einer Vielzahl von Körperfunktionen beteiligt. Sie stärken das Immunsystem, sind unabkömmlich für die Zellerneuerung und Bildung der Blutkörperchen sowie für Knochen und Zähne. Eine große Rolle spielen sie für die Verwertung von Fetten, Eiweißen und Kohlehydraten. Haut, Haare, Nägel und Nerven benötigen ebenso ausreichend Vitamine. Abhängig von der Vitaminversorgung ist außerdem die Merk- und Konzentrationsfähigkeit.
 

Den Bedarf decken


In aller Regel kann der Bedarf an Vitaminen gedeckt werden, in dem bei der Ernährung auf ausreichend Obst, Gemüse, Vollkornprodukte und wenig Fleisch geachtet wird. Wie hoch der Bedarf ist, ist von einer Vielzahl von Faktoren abhängig. Dazu zählen Gewicht, Alter, Größe, Gesundheitszustand, aber auch Stress, psychische Belastungen, körperliche Anstrengungen, Verletzungen oder Krankheiten nehmen Einfluss. Bei Frauen spielt die Menstruation oder eine Schwangerschaft eine entscheidende Rolle.
Wer Zweifel hat, über seine Ernährung seinen Bedarf zu decken, kann mittels Mikronährstoffpräparaten als Tropfen oder Tabletten sicher stellen, dass die Speicher stets gefüllt sind. Allerdings sollte nicht zu irgendwelchen Präparaten gegriffen werden, sondern eine sinnvolle Zusammensetzung stattfinden.
 

Wie sich Mängel und Überversorgung bemerkbar machen


Da selbst von wissenschaftlicher Seite große Unklarheit darüber herrscht, wie hoch der empfohlene Tagesbedarf eines Menschen hinsichtlich der einzelnen Vitamine wirklich ist, kommt es bei vielen Menschen zu Unsicherheiten. Selbst bei gesunder Ernährung drängt sich früher oder später vielen die Frage auf, ob ein Mangel oder gar eine Überversorgung vorliegt.
Diese Angst ist allerdings unbegründet, denn nur in seltenen Fällen kommt es wirklich zu einem Ungleichgewicht im Vitamin-Haushalt. Lediglich Schwangere, ältere Menschen, chronisch Kranke, die sich nur eingeschränkt ernähren können, und Alkoholiker haben die Gefahr, an einem Vitaminmangel zu erkranken.
Bei Menschen mit einer normalen Ernährung kann eine Überversorgung ausgeschlossen werden. Grundsätzlich kann es zu einer Überversorgung mit den Vitaminen E, D, K und A kommen, da diese fettlöslich sind und in der Leber gespeichert werden. Die anderen wasserlöslichen Vitamine werden über die Niere ausgeschieden. Mittels Nahrungsergänzungsmitteln kann eine Überversorgung erreicht werden, daher sollte nicht planlos eine Einnahme erfolgen.
Die Symptome sind sehr unterschiedlich, da sie davon abhängig sind, welches Vitamin betroffen sind. Besteht der Verdacht beziehungsweise Unwohl-Sein ohne klare Ursache, kann ein Blutbild schnell Auskunft darüber geben, ob Mängel oder Überversorgungen vorliegen.

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