Gefahren beim pränatalen Vaterschaftstest während der Schwangerschaft

Der Begriff pränataler Vaterschaftstest bezeichnet eine Methode, bei der die Abstammung des Kindes durch eine DNA-Analyse bereits während der Schwangerschaft festgestellt wird.
Medizinisch betrachtet wird ein pränataler Vaterschaftstest in der Regel abgelehnt, denn der an sich riskante Eingriff kann zu einer Fehlgeburt führen. Trotz des enormen Risikos entscheiden sich Privatpersonen in einigen Fällen für einen pränatalen Vaterschaftstest, einer der Hauptgründe ist des Öfteren eine mögliche Schwangerschaft durch Vergewaltigung. Insbesondere die Gewissheit, ob die Vaterschaft beim Vergewaltiger oder Ehepartner liegt, kann des Öfteren schwere psychische Probleme lösen.

Ein pränataler Vaterschaftstest kann in der Regel zwischen der 10. und 12. Schwangerschaftswoche durchgeführt werden, auch in der 15. Woche kann das Fruchtwasser auf die Vaterschaft hin untersucht werden. Die Entscheidung ob ein pränataler Vaterschaftstest durchgeführt wird, liegt alleine bei der Mutter des ungeborenen Kindes. Ausgebildete Ärzte werden jedoch dazu raten, die Ungewissheit zu ertragen und den Vaterschaftstest nach der Geburt auszuführen. Rein rechtlich betrachtet existieren trotz des hohen Risikos keine Gesetze, welche einen pränatalen Vaterschaftstest verbieten. Strafrechtlich kann ein pränataler Vaterschaftstest dem Staat helfen, denn mit diesem kann einem Vergewaltiger der Akt der Vergewaltigung nachgewiesen werden. Auch im Falle einer Inzestsituation, welche in Deutschland nach wie vor strafbar ist, kann ein Vaterschaftstest zur Aufklärung des Sachverhaltes helfen.

Im Falle einer Mehrlingsschwangerschaft kann die pränatale Untersuchung klären, ob ein- oder mehreiige Zwillinge vorliegen. Das Wissen, welches bei dem Vaterschaftstest während der Schwangerschaft entsteht, kann den betroffenen Frauen bei der Entscheidung über einen eventuellen Schwangerschaftsabbruch helfen. Auch Männern kann des Öfteren durch einen pränatalen Vaterschaftstest geholfen werden. Das Wissen über die Vaterschaft wirkt sich in der Regel des Weiteren positiv auf die Schwangerschaft aus, denn ein eventuell vorhandener psychischer Druck könnte minimiert werden. Anzumerken ist jedoch immer die Frage, ob das Fehlgeburtsrisiko weniger oder mehr gewichtet werden soll. Der pränatale Vaterschaftstest entspricht einem herkömmlichen Vaterschaftstest, bei diesem wird Zellmaterial des Kindes und der potentiellen Väter benötigt um einen Abgleich auf Basis der PCR-Methode herzustellen.
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