Gesunde Nägel 

Rund einen Millimeter pro Woche wächst der menschliche Fingernagel. Und das ist auch nötig, beschützt er doch Fingerkuppen und unterstützt die Greiffunktion der Finger. Häufiges Händewaschen, der Umgang mit Putzmitteln, Gartenarbeit und ähnliche Beanspruchungen können die Keratinplatte angreifen.

Aber auch ein Mangel an Pflege kann die Nägel austrocknen und für unschöne Risse sorgen.

Nägel richtig pflegen

Tatsächlich hängt bereits viel von der richtigen Pflege ab. Beim Feilen sollte eine Holzkern-, Sandblatt- oder Glasfeile benutzt werden. Vor allem letztere kann für beide Richtungen verwendet werden. Auf das Schneiden der Nägel sollte gänzlich verzichtet werden, da dabei Teile der Keratinplatte abbrechen können. Wird dennoch geschnitten, ist es ratsam, vorher ein Fingerbad zu machen oder die Nägel nach einem Vollbad zu bearbeiten. Beim Reinigen der Nägel sollte man auf ein Rosenholzstäbchen zurückgreifen.

SOS-Tipps

Ist die Nagelhaut trocken, empfiehlt sich ein Bad in handwarmem Olivenöl. Anschließend die Nagelhaut leicht zurückschieben und das Öl großzügig in die Nagelhaut und auf dem Nagel einmassieren. Dadurch wird beides geschmeidiger und das Wachstum unterstützt.
Raucher, die unter gelben Fingernägeln leiden, können diese mit einer Zitrone einreiben oder ein warmes Zitronenbad machen.
Ein pflegendes Nagelbad ist leicht selbst herzustellen. Dazu wird lediglich Olivenöl mit Milch und Wasser gemischt und anschließend erwärmt.(siehe hierzu auch: Schöne Fingernägel: Auf die richtige Pflege kommt es an.)

Ernährung

Auch die Ernährung nimmt Einfluss auf die Nägel. Für das Keratin wichtige Spurenelemente, Mineralien und Vitamine sind in Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukten enthalten. Auch die regelmäßige Eisenaufnahme (z.B. in rotem Fleisch und Hülsenfrüchten) sollte beachtet werden.

Brüchige und zu weiche Fingernägel

Vor allem Frauen sind häufig von zu weichen oder sogar brüchigen Fingernägeln betroffen. Oft sind mangelnde Pflege oder der häufige Einsatz von Nagellackentfernern die Ursache dafür. Weiterhin können brüchige und splitternde Fingernägel auf einen Vitamin-Mangel hinweisen. Biotin (auch bekannt als Vitamin H) wirkt sich auf den Stoffwechsel aus und ist unter anderem für den Haar- und Nagelwuchs zuständig. Liegt ein Mangel vor, sollte man kurzfristig die Biotinzufuhr erhöhen. Da die Empfehlung bei einer Prophylaxe bei 0,2 mg pro Tag liegt, sollte der Wert höher sein. Für die genaue Dosis sollte nach Diagnosestellung allerdings ein Arzt konsultiert werden.

Wenn der Nagel krank ist

Zu den häufigsten Krankheiten zählt der Nagelpilz (Nagelmykose). Die Behandlung ist langwierig, oftmals werden Farbe und Form der Nägel stark beeinträchtigt. Im schlimmsten Fall kann der Nagel abfallen, eine frühzeitige Behandlung durch einen Arzt ist also angezeigt.
Verletzungen am Nagelbett hinterlassen in der Regel bleibende Schäden, die auch dann wieder auftreten, wenn der betroffene Nagel gezogen wurde und ein zweiter nachwächst.
Weiße Flecken (Leukonychia punctata) auf den Fingernägeln werden häufig als Anzeichen für einen Magnesium- oder Kalziummangel gedeutet. Aber weder das eine noch das andere trifft zu. Vielmehr ist es eine mangelnde Verschmelzung der Nagelplatten, die aufgrund einer bestimmten Lichtreflexion stellenweise weiß erscheint. Die Ursachen hierfür sind unterschiedlich: Stumpfe Einwirkung durch einen Stoß, aber auch Medikamente und fieberhafte Erkrankungen sowie leichte Vergiftungen (zum Beispiel durch Arsen) können Auslöser sein.

 

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