Hämorrhoiden - Symptome und Behandlung

Über Hämorriden wird ungern gesprochen, aber dennoch sind sie eine Erkrankung, die weit verbreitet ist. Schätzungen gehen davon aus, dass in Deutschland die Hälfte der Menschen über 50 unter Hämorriden leidet oder in der Vergangenheit damit konfrontiert war.

Die Hämorrhoiden siedeln sich im Bereich des Übergangs zwischen Mastdarm und Enddarm an und können durch eine Erweiterung der Venen entstehen. In diesem Bereich sind viele Gefäße, die die menschliche Muskulatur beim Stuhlgang unterstützen. Deshalb ist die häufigste Ursache für die Entstehung von Hämorriden die chronische Verstopfung.

Die verschiedenen Hämorrhoiden Symptome

Die Erkrankung selbst wird in verschiedene Schweregrade unterschieden und je nachdem, welcher Schweregrad vorliegt, sind auch die Symptome.

Im I. Grad bemerken die Betroffenen meistens hellrotes Blut auf dem Stuhl und manchmal verspüren sie einen gewissen Juckreiz.
Im II. Grad können schon erste Schmerzen auftreten, die mit Brennen oder Juckreiz im Afterbereich verbunden sind, während des Stuhlganges kommt es zu Blutungen. Wenn die Hämorriden direkt vor die Öffnung des Afters treten, kann es zu heftigen Schmerzen kommen, die einen Blutstau in den Gefäßen verursachen. Das kann dazu führen, dass sich Blutgerinnsel bilden.
Im III. und IV Grad sind die Schmerzen durch Brennen, Stechen und Jucken geprägt. Aus dem After wird Schleim abgesondert, der Flecken in der Unterwäsche hinterlässt und es kommt häufiger vor, dass ungewollt Stuhlabgang stattfindet. Vor der Öffnung am After bilden sich Hämorridalknoten, die meist wund sind, durch die Bakterien im Stuhl kann es zu Infektionen kommen oder es bilden sich Abszesse, die dann der Chirurg entfernen muss.

Die Therapie bei Hämorriden

Ganz wichtig ist für die Betroffenen, dass es ihnen gelingt, das ihr Stuhl weich geformt ist und sie ihn entleeren können, ohne dabei Pressen zu müssen. Das lässt sich mit viel Bewegung und ballaststoffreicher Kost und dem Vermeiden von blähenden Nahrungsmitteln erreichen. Außerdem sollte viel getrunken werden. Weiterhin wichtig ist eine sorgfältige Analhygiene, empfohlen werden Sitzbäder oder Umschläge mit Kamille. Leichtere Beschwerden lassen sich in der Regel mit entsprechenden Salben oder Zäpfchen behandeln. Sie lindern einerseits die Entzündung und bekämpfen andererseits die Schmerzen und den Juckreiz. Hier finden sie Hausmittel bei Hämorrhoiden.


Sind die Symptome stärker ausgeprägt, können die Hämorriden mit der Sklerosierungstechnik verödet werden. Eine andere Methode ist die Gummibandligatur, bei der die Hämorridalknoten unter Zuhilfenahme eines Gummibandes abgeschnürt werden, das Gewebe stirbt dann ab und wird abgestoßen. Eine weitere alternative Möglichkeit zur Behandlung von Hämorriden ist die Infrarotkoagulation. Dabei werden die Hämorridalknoten über eine Infrarotsonde verödet.

Wenn alle nichtchirugischen Behandlungsmethoden keinen Erfolg bringen, müssen die Knoten operativ entfernt werden.

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