So lassen sich die schmerzhaften Attacken vermeiden Hausmittel bei Gicht und Gelenkschmerzen

Bei Gicht handelt es sich um eine Stoffwechselerkrankung, von der überwiegend Männer betroffen sind. Die Gichtknoten und typischen Gelenkverkrümmungen entstehen, wenn sich zu viel Harnsäure im Körper angesammelt hat. Bei Gichtpatienten fehlt ein Enzym, das die Harnsäure abbaut und so bilden sich mit der Zeit Harnsäure-Kristalle (Urate), die sich in den Gelenken festsetzen und dort die Innenhaut reizen. Die Folge: Die Gelenke schwellen an, werden heiß und lassen jede Berührung zur Qual werden. Von sekundärer Gicht spricht man, wenn die Ursachen für einen erhöhten Harnsäure-Spiegel in Vorerkrankungen (wie z.B. Diabetes), Übergewicht oder einer falschen Ernährung liegen.

Weniger Purine - weniger Gicht

Als die beste Vorbeugung gegen Gicht gilt eine purin- und fettarme Ernährung. Empfehlenswert sind fettarme Milch- und Milchprodukte, Reis, Kartoffeln, Paprika und Tomaten. Dazu sollten mindestens zwei Liter täglich getrunken werden (Wasser, Buttermilch oder Früchte- und Kräutertees). Aufgepasst werden muss bei Limonaden, Bier, Braten, Hülsenfrüchten und Pilzen. Sie treiben die Harnsäurewerte in die Höhe.

Schwitzen

Wenn wir schwitzen, verlieren wir mit dem Schweiß Säuren. Gönnen Sie sich im Sommer also ein ausgiebiges Sonnenbad (auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten) oder besuchen Sie gelegentlich eine Sauna.

Schnelle Hilfe in akuten Fällen

Leiden Sie bereits unter einer schmerzhaften Gichtattacke können Sie mit Holunder-Essig Abhilfe schaffen. Allerdings ist dafür ein wenig Vorbereitung nötig: Etwa 15 Gramm getrocknete Holunderblüten werden mit einem halben Liter Weinessig versetzt und in eine Flasche abgefüllt. Diese wird dann für zwei Wochen an einem dunklen Ort gelagert und dann erst abgeseiht. Bei einer Attacke sollten zwei Esslöffel täglich eingenommen werden.
Auch Wärme hilft im Anfangsstadium- einfach ein erwärmtes Kirschkernkissen auf die betroffenen Stellen legen bzw. diese damit umwickeln. So lange wirken lassen, bis es erkaltet.
Entspannung und Linderung bietet ein heißes Vollbad. Als Badezusatz eignen sich Heublumen. Sie lindern nicht nur Schmerzen, sondern fördern auch die Durchblutung und entspannen verkrampfte Muskeln. Und so geht es: Etwa ein halbes Kilo Heublumen mit heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen. Anschließend auf geringer Flamme zum Kochen bringen und erneut zehn Minuten ziehen lassen. Der Absud wird dann in das Badewasser gegeben. Bei etwa 38°C Badetemperatur nicht länger als 20 Minuten im Wasser bleiben.
Sind die Gelenke bereits angeschwollen, heiß oder gerötet, sollten sie gekühlt werden.

Sanfte Hilfe aus der Natur

Bei den alten Germanen galt die Birke als heiliger Baum, war er doch Symbol für Jugend und Fruchtbarkeit. Die Volksmedizin nutzt die Blätter als Mittel gegen Gicht. Als Tee getrunken, wirken die Birkenblätter harntreibend und Blut verdünnend. Auch Brennnesseltee ist aufgrund seiner Gift schwemmenden Wirkung sehr gut geeignet. Die Tees sollten über einen längeren Zeitraum getrunken werden, am besten zwei Mal täglich.

Bei Verdacht auf Gicht sollten Sie generell frühzeitig einen Arzt aufsuchen. Sind die Attacken zu schmerzhaft, müssen Sie notfalls Medikamente einnehmen. Mit den Hausmitteln werden aber oft gute Erfolge erzielt und die Schübe auf ein Minimum reduziert.

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