Heiserkeit: Wenn die Stimme versagt  Hausmittel bei Heiserkeit

Wenn die Stimme rau klingt oder vorübergehend gar nicht mehr vorhanden ist, spricht man von Heiserkeit. Die Ursachen können sehr unterschiedlich sein: Virale oder bakterielle Entzündungen, chemische Reize oder Überanstrengung der Stimmbänder. Selten sind Stimmbandlähmungen oder Tumore die Ursache für eine tonlose Stimme (Aphonie). Beginnt es mit einem Kratzen im Hals, ist meist eine Entzündung im Kehlkopfbereich Schuld. Diese kann sogar durch stark verrauchte Luft ausgelöst werden. Bevor man jedoch zu Medikamenten greift, kann man mit einer Reihe von sanften Hausmitteln den Stimmbändern auf die Sprünge helfen.

Schonung

Sind die Stimmbänder in Mitleidenschaft gezogen worden, sollte man sie möglichst schonen. Reden Sie so wenig wie möglich, notfalls kann man über Zettel kommunizieren. Wer glaubt, flüstern sei die beste Sprechweise, irrt. Im Gegenteil: Die Stimmbänder werden dann noch mehr beansprucht und die Heiserkeit nimmt zu. Verrauchte Räume sollten vermieden werden, positiv wirken sich dagegen Zimmer mit einer hohen Luftfeuchtigkeit aus. Wer mag, kann zum Beispiel seine Wäsche im Schlafzimmer trocknen.
Auch bei der Getränkeauswahl ist Vorsicht geboten: Sie sollten weder besonders heiß noch kalt sein. Am besten ist lauwarmer Tee oder zimmerwarmes, stilles Mineralwasser. Besonders wirkungsvoll ist Brombeersaft: Lauwarm und in kleinen Schlucken zu sich genommen, entfaltet er eine wohltuende Wirkung.

Kalt und warm gewickelt

Kalter Quark hilft, die Entzündung einzudämmen und lindert die Beschwerden. Einfach auf den Hals auftragen und dann mit einem Tuch oder Schal gut abdecken. Am besten über Nacht einwirken lassen.
Ebenso so geeignet ist die Zwiebel-Variante. Dafür drei Zwiebeln im Backofen erwärmen und dann schälen und hacken. Die Masse wird fingerdick auf einem Tuch verteilt und um den Hals gelegt. Auch dieser Wickel bekommt noch ein zweites Tuch darüber. Der Zwiebelwickel sollte zwei- bis dreimal täglich angewendet und so lange getragen werden, bis das Gemüse erkaltet ist. Zwiebeln wirken antibakteriell und hemmen Entzündungen.

Rezepte zum Gurgeln

Regelmäßiges Gurgeln unterstützt den Heilungsprozess. Dafür gibt es unterschiedliche Rezepte:

- 100 g schwarze Johannisbeerblätter in einem Liter Wasser kochen und dann abseihen. Einen Esslöffel davon mit 250 ml Wasser mischen und gurgeln.

- 50 g getrocknete Salbeiblätter in 500 ml Wasser zum Kochen bringen, den Sud fünf Minuten ziehen lassen und danach abseihen. Mit einem Esslöffel Honig und einem Teelöffel Essig vermischen. Mehrmals täglich anwenden.

- Teebaumöl wirkt entzündungshemmend und wundheilend. Mehrmals täglich zehn Tropfen in einem Glas auflösen und damit gurgeln.

- Honig ist ebenfalls ein weit verbreitetes Heilmittel mit wohltuender Wirkung bei Halsbeschwerden. Jeweils morgens und abends zwei Teelöffel mit 250 ml lauwarmem Wasser vermischen und zum Gurgeln verwenden.

Halten die Beschwerden länger an oder kommt hohes Fieber hinzu, sollte ein Arzt konsultiert werden. Eventuell handelt es sich dann um eine bakterielle Infektion, die mit Antibiotika behandelt werden muss.

 

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