Hausmittel bei Neurodermitis: So helfen Sie Ihrer Haut

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit, die als nicht heilbar gilt. Allerdings ist man sich bis heute über die Ursachen im Unklaren. Zwar geht man davon aus, dass sie überwiegend erblich bedingt ist, aber auch Umwelteinflüsse, Nahrungsmittel und Stress können zum Ausbruch der Krankheit führen.

Da Neurodermitis unterschiedlich stark auftritt, werden in der Regel nur die Symptome bei den Betroffenen behandelt. Oft verschreiben Ärzte Kortison, an das sich die Haut sehr schnell gewöhnt. Es gibt aber auch sanftere Methoden, der Haut zu helfen.

Spezielle Diäten?

Immer wieder liest man von speziellen Diäten bei Neurodermitis-Patienten. Es gibt jedoch kein Patenrezept für alle. Da die Ausprägung der Krankheit von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist, sollten potentielle Auslöser-Lebensmittel über einen längeren Zeitraum getestet und die Ergebnisse in einem Protokoll festgehalten werden. Generell können Sie versuchen, die Wohnräume allergenarm zu halten. Milbendichte Matratzen und Bettbezüge helfen zum Beispiel dabei, die Belastung durch Hausstaubmilben zu verringern.

Hautpflege

Da die Haut bei Neurodermitis grundsätzlich sehr trocken ist, sollte die Hautpflege entsprechend schonend ausfallen. Längere und zu häufige Bäder sind zu vermeiden, eine lauwarme Wassertemperatur beim Baden und Duschen ist empfehlenswert. Als Badezusatz empfiehlt sich folgendes Rezept: Geben Sie einen Esslöffel Olivenöl und einen Viertel Liter Vollmilch in das Badewasser. Bei 37°C nicht länger als zehn Minuten baden, danach die Haut nur abtupfen und nicht vollständig abtrocknen. Anschließend können Sie sich mit Ringelblumensalbe oder Johanniskrautöl einreiben.

Kleidung

Betroffene sollten glattes Material wie Baumwolle tragen und auf Wolle gänzlich verzichten. Sie reizt die Haut zu stark. Für Kinder gibt es spezielle Overalls für die Nacht, die ein ständiges Aufkratzen der Haut verhindern. Desweiteren bieten einige Hersteller silberhaltige Kleidung und Bettwäsche an. Die Textilien bestehen aus Fasern, die von außen mit Silber beschichtet sind. An der TU München wurden 15 Patienten getestet, in dem sie eine silberbeschichtete Armbinde in der Nacht trugen. Tatsächlich besserten sich die Symptome an dieser Stelle bereits nach zwei Tagen.
Auch spezielle Waschmittel ohne Geruchsstoffe (sogenannte Sensitiv-Sorten) sind hilfreich. Ob Weichspüler verwendet werden sollte, muss individuell getestet werden. Einige vertragen es, andere wiederum nicht.

Kühlen

Ist der Juckreiz besonders stark, können Sie die Haut kühlen. Zerstoßenes Eis in einen Plastikbeutel geben und mit einem Tuch umwickeln. Die Auflage sollte mindestens 15 Minuten einwirken.

Vorbeugung bei Säuglingen

Sind Sie selbst betroffen, sollten Sie Ihr Baby möglichst sechs Monate voll stillen. Verzichten Sie auf Allergie auslösende Lebensmittel im ersten Lebensjahr wie z.B. rote Früchte und glutenhaltige Speisen. Bei Fertignahrung sollten nur Produkte mit dem Zusatz „hypoallergen" verwendet werden.

 

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