Hausmittel: Blattläuse erfolgreich bekämpfen

Blattläuse gelten als Schädlinge, da sie sich von Pflanzensaft ernähren und Pflanzenkrankheiten übertragen können. Etwa 850 verschiedene Arten gibt es allein in Mitteleuropa. Da sie sich relativ schnell vermehren, sollten bei einem Befall sofort mit Gegenmaßnahmen begonnen werden. Bevor Sie jedoch unnötigerweise zu Gift greifen, können Sie folgende natürliche Mittel ausprobieren:

Als erstes können Sie robustere Pflanzen mit einem harten Wasserstrahl abspritzen. Stark befallene oder beschädigte Teile sollten komplett entfernt werden. Anschließend können Sie die Pflanzen besprühen. Als Hausmittel dafür haben sich Schwarzer Tee oder Brennnesselsud (500 Gramm Brennnesseln mit mehreren Litern kochendem Wasser übergießen und bis zu 20 Stunden ziehen lassen) bewährt. Auch Rapsöl oder Schmierseife (Kernseife) ist empfehlenswert. Beides bildet einen Film, unter dem die Blattläuse nicht mehr atmen können. Bei Kernseife lösen Sie etwa einen Esslöffel in einem Liter Wasser auf. Noch einfacher geht es mit flüssiger Schmierseife: 300 Gramm mit zehn Litern Wassern vermischen und jeweils einen Esslöffel Salz und Kalk hinzufügen.
Raucher können außerdem die Asche von Zigaretten verwenden - entweder direkt aufstreuen oder mit Wasser vermischen und aufsprühen.
Noch wirksamer ist es, wenn Sie Nützlinge wie Marienkäfer, Spinnen. Schlupfwespen oder Florfliegen auf die betroffenen Pflanzen setzen.

Vorbeugen

Blattläuse überwintern mit Vorliebe an Gehölzen und Weiden. Achten Sie also darauf, Erntereste zu entfernen und im Frühjahr einen gründlichen Rückschnitt zu machen. Eventuelle Eier können ebenfalls mit einer Rapsölmischung eingesprüht werden. Beim Düngen sollten Sie aufpassen, dass nicht zu viel Stickstoff in der Mischung enthalten ist. Davon werden Blattläuse angelockt. Befallene Triebe komplett entfernen. Schwache und kränkliche Pflanzen sollten regelmäßig entfernt werden, da sie eine Infektionsquelle für andere werden können. Blühpflanzen im Beet sind ein natürlicher Unterschlupf und zugleich Nahrungsquelle für Nützlinge.

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