Sanfte Hilfe für die Atemwege Hausmittel gegen Asthma

Etwa fünf Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter der entzündlichen Erkrankung der Atemwege (in der Fachsprache Bronchialasthma genannt), bei Kindern ist die Zahl beinahe doppelt so groß. Bei allergischem Asthma ist die Zahl wesentlich höher, da dieses vererbbar ist. Die Krankheit ist bereits seit Jahrhunderten bekannt und so gibt es mittlerweile einige wirksame Hausmittel.

Vorbeugen

Bereits mit einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko eines Anfalles senken. So sollten Asthmatiker beispielsweise kalte und feuchte Luft nicht durch den Mund, sondern lieber durch die Nase einatmen. Schlechte Luft (Smog, Dämpfe von Putzmitteln, Rauch, etc.) sollte ganz vermieden werden. Auch bei der Lebensmittelauswahl gibt es Einschränkungen: Reife Früchte sowie Körner- und Mehlprodukte sind mit Vorsicht zu genießen. Und je weniger Stress Sie haben, um so besser geht es Ihnen.

Meerrettich (für den Akutfall)

Meerrettich hat eine reizende Wirkung auf die Schleimhäute und erhöht die Durchblutung. Das erleichtert kurzfristig das Atmen bei einem Asthmaanfall.
Für den Alltag empfiehlt sich folgendes Rezept: Drei Teile geriebenen Meerrettich mit einem Teil flüssigen Bienenhonig vermischen und dreimal täglich einen Teelöffel einnehmen.

Rinderbrühe & Knoblauch

Trinken Sie vor dem Schlafengehen eine Tasse Rinderbrühe mit zwei Esslöffeln Senf. Zusätzlich können Sie die Brühe mit Salz, Pfeffer und Curry zubereiten.
Knoblauch ist bereits seit Jahrhunderten als Heilpflanze bekannt. Durch seine gefäßerweiternde Wirkung ist er auch für Asthmatiker gut geeignet. Für einen Sud 450 g geschälten Knoblauch und 225 g Kandiszucker mit Wasser bedecken und daraus eine dickflüssige Suppe kochen. Vom fertigen Sud zweimal täglich je einen Esslöffel einnehmen.

Entspannung

Warme Armbäder entspannen nicht nur, sondern wirken schleimlösend. Dabei wird die Temperatur des Wassers innerhalb von 20 Minuten von ca. 33°C auf 39°C gesteigert. Als Zusatz kann Thymiantee verwendet werden.

Brustwickel

Schleimlösend und damit Auswurf fördernd wirkt ein warmer Brustwickel. Dafür ein dünnes Baumwolltuch in etwa 50°C heißes Wasser tauchen, auswringen, auf die Brust legen und mit einem Handtuch abdecken. Den Wickel für eine halbe Stunde einwirken lassen. Schmerzlindernd und entzündungshemmend hingegen ist ein kalter Wickel. Dieser sollte erst nach einer Stunde entfernt werden.

Tee trinken

Als hilfreich haben sich Tees aus Kümmel, Holunder, Spitzwegerich, Fenchel, Johanniskraut oder Gänsefingerkraut erwiesen. Als Süßungsmittel kann zusätzlich Honig verwendet werden. Allerdings kann dieser seine Wirkung nur entfalten, wenn er nicht auf über 40°C erhitzt wird.

Generell gilt: Asthmaerkrankungen sollten stets vom Arzt abgeklärt werden, da eine Medikamenteneinnahme oft unumgänglich ist. Die genannten Hausmittel helfen zusätzlich, Linderung zu verschaffen oder Anfälle mit akuter Atemnot zu reduzieren.

 

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