So entkommen Sie dem „schwarzen Loch“ Hausmittel gegen Depressionen

Antriebslosigkeit, Grübelzwang, innere Unruhe, Schlafstörungen, soziale Selbstisolation, emotionale Barrieren - das typische Krankheitsbild bei Depressionen gibt es nicht. Vielmehr sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt, haben aber eines gemeinsam: Schnell befindet sich der Betroffene in einem Teufelskreis, aus dem er nur schwer alleine wieder herauskommt. Oft folgen dann noch körperliche Beschwerden. Schätzungen zu Folge leiden derzeit etwa vier Millionen Deutsche unter der psychischen Erkrankung. Neben einem empfohlenen Besuch beim Hausarzt und einer eventuellen Überweisung zum Psychiater, gibt es eine ganz Reihe erfolgreicher Hausmittel für leichte und mittelschwere Fälle.

Johanniskraut

Eines der wohl bekanntesten Mittel bei Depressionen ist Johanniskraut. Die Wirkung ist allerdings noch umstritten. Einige Studien belegen diese, andere wiederum nicht. Wenn Johanniskraut eingenommen wird, sollte die Dosis ausreichend hoch sein (bis 1.800 g Extrakt). Johanniskrauttee dreimal täglich trinken. Allerdings muss mit einer erhöhten Lichtempfindlichkeit gerechnet werden.

Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ebenso wichtig wie ein verantwortungsbewusster Umgang mit Alkohol oder Nikotin. Ein Glas Wein kann zwar die Stimmung leicht anheben, trinkt man aber zu viel, tritt das genaue Gegenteil ein.
Bananen machen glücklich: Tatsächlich enthält die exotische Frucht einen hohen Serotonin-Anteil (7,7 g pro 100 g Fruchtfleisch). Serotonin ist ein Botenstoff im Gehirn, der Hunger und Sättigung reguliert und sich auch auf die Stimmung auswirkt. Je mehr davon im Gehirn vorhanden ist, umso besser fühlen Sie sich. Zwei Bananen haben übrigens mehr Wirkstoff als eine ganze Tafel Schokolade.

Licht- und Sporttherapie

Bei einer saisonalen Depression (kommt häufig im Winter vor) helfen einige Stunden täglich unter einer Kunstlichtlampe. Sie wirkt ähnlich wie Sonnenlicht und verhindert unter Umständen die typischen Symptome. Überhaupt sollten Sie besonders helle Tage nutzen. Auch „malerische" Zeiten wie etwa zum Sonnenauf- oder -untergang wirken sich positiv auf die Stimmung aus.
Studien haben mittlerweile eine antidepressive Wirkung bei regelmäßigem Sport nachgewiesen, da dabei Endorphine ausgeschüttet werden. Außerdem wird das Selbstwertgefühl gesteigert. Wer sich einen Vereinssport aussucht, knüpft leichter wieder zwischenmenschliche Kontakte.

Entspannung

Vor dem Schlafengehen kann ein warmes Bad Linderung der Symptome verschaffen. Dabei wird ein Sud aus etwa 100 g Lindenblüten gekocht und dieser dann ohne die Blüten in das Badewasser gegeben. Badekonzentrate aus Lindenblüten wirken beruhigend und fördern das Einschlafen.
Eine kleine Fußmassage steigert ebenfalls das Wohlbefinden. Der Druckpunkt in der Mitte der Fußballen ist mit dem Nervensystem verbunden. Stimuliert man ihn, wird nicht nur die Durchblutung gesteigert und das Abwehrsystem angesprochen, sondern allgemein eine entspannende Wirkung erzielt.
Langeweile hingegen sollten Sie vermeiden, denn sie führt oftmals zum Grübeln. Falls möglich, suchen Sie die Gesellschaft anderer Menschen. Sprechen Sie über Dinge, die Ihnen missfallen. Das gilt vor allem für die Partnerschaft. Bevor es beispielsweise zu Eifersucht kommt, suchen Sie lieber sofort die Aussprache.

 

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