Wie wird man ihn wieder los? Hausmittel gegen Fußpilz

Ob Schwimmbad, Sauna oder der Teppichboden im Hotelzimmer: Fußpilz lauert immer dort, wo Menschen barfuß gehen. Typische Symptome der Pilzinfektion sind Rötungen, nässende Stellen, Schuppung, Blasenbildung und Juckreiz. Ausgelöst werden diese Beschwerden durch Fadenpilze, die das Hornmaterial wie Nägel befallen und sich vor allem in den Zehenzwischenräumen ansiedeln. Treten die ersten Beschwerden auf, hilft oftmals der Griff in die „Hausmittelapotheke".

Die Klassiker

Apfelessig tötet Keime ab und verringert so den Juckreiz. Besonders wirkungsvoll sind ein Fußbad oder in Apfelessig getauchte Socken, die mit einem zweiten trockenen Paar darüber über Nacht getragen werden. Auch Backpulver kann verwendet werden: Mit warmen Wasser vermischen und auf die betroffenen Stellen auftragen. Backpulver und Speisenatron mildern die Bildung von Schweiß und sind somit sehr gut zur Vorbeugung geeignet. Einfach ein wenig von dem Pulver in die Socken streuen. Der Alleskönner Knoblauch lässt sich ebenfalls bei Fußpilz einsetzen: Dazu werden die betroffenen Stellen mit einer frisch geriebenen Zehe eingerieben. Der Geruch ist zwar gewöhnungsbedürftig, aber nach mehreren Tagen soll sich eine Besserung der Symptome einstellen. Knoblauch wirkt vor allem desinfizierend.

Teebaumöl & Zinnkraut

Teebaumöl lässt die betroffenen Haustellen besser abheilen und wirkt entzündungshemmend. Man kann es sowohl pur (zwei- bis dreimal täglich auftragen) als auch für ein Fußbad verwenden. Hierbei werden zehn Tropfen in warmes Wasser gegeben und die Füße für etwa zehn Minuten darin gebadet.

Heilerde - ein unverfälschtes Stück Natur

Bei der Heilerde handelt es sich um naturreinen Löss, der aus Gesteinen, die mit den eiszeitlichen Gletschern aus dem Norden kamen, entstand. Durch Reibung wurde das Gestein in feines Pulver umgewandelt. Nach dem Trocknen, Mahlen und Sieben wird es ohne weitere Zusätze als Heilerde abgepackt. Das Anwendungsgebiet ist groß und auch Hautleiden profitieren davon. Einfach mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen streuen.

Halten die Beschwerden durch die Pilzinfektion länger an oder breitet sich diese weiter aus, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Er kann ein Pilz abtötendes Mittel (Antimykotikum), meist in Form von Salbe, verschreiben.
Um sich generell vor Fußpilz zu schützen, sollte man folgende Ratschläge beherzigen: Die Füße sollten nach Möglichkeit nie ins Schwitzen geraten. Einfache Puder in den Socken helfen dabei. Turnschuhe und Gummistiefel nur so lange wie nötig tragen. Auf das gemeinsame Benutzen von Nagelschere und Feile verzichten. Den Füßen öfter mal eine „Auszeit" ohne Socken gönnen. Da die Desinfektionsanlagen in Schwimmbädern meist keinen ausreichenden Schutz bieten, sollte man hier Badeschuhe tragen. Socken und Handtücher, mit denen die Füße abgetrocknet wurden, bei mindestens 60°C waschen.

 

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