So stoppen Sie den unangenehmen Juckreiz auf der Haut  Hausmittel gegen Jucken und Juckreiz

Etwa 20% der Menschen in Deutschland leiden unter Juckreiz. Hält dieser länger als sechs Wochen an, spricht man von Pruritus. Diese unangenehme Empfindung der Haut kann unterschiedliche Ursachen haben: Trockene Haut, Insektenstiche, Allergien, aber auch Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder psychische Belastungssituationen können Schuld an dem unerwünschten Kratzbedürfnis sein. Die folgenden Hausmittel helfen auf sanfte Weise.

Umschläge

Umschläge sind vor allem für größere juckende Flächen an Armen, Beinen oder Bauch geeignet. Entzündungshemmend und kühlend zugleich wirken Umschläge mit kaltem Quark oder Joghurt. Einfach direkt auf die Haut auftragen und mit einem dünnen Tuch abdecken. Ist die Masse vollkommen durchgetrocknet, wird sie mit lauwarmem Wasser abgespült. Diesen Vorgang mehrmals täglich wiederholen. Bananen sind eine Wohltat für trockene Haut. Sie enthalten unter anderem Kalium, verschiedene Vitamine, Kupfer und Magnesium. Um die Wirkung zu verstärken, kann die zerdrückte Banane mit Sahne vermischt werden. Besonders empfehlenswert ist außerdem Zinnkraut. Es ist reich an Kieselerde und wirkt selbst bei Hautentzündungen. Einfach ein Leinentuch in den Sud des abgekochten Zinnkrautes tauchen und auf die betroffenen Stellen legen.

Baden

Ein Vollbad in Salzwasser verspricht Abhilfe. Am besten dafür geeignet ist Salz aus dem Toten Meer. Auch ein Sud aus Johanniskraut lindert den Juckreiz. Dafür einfach 500 Gramm der Heilpflanze mit kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen.

Einreiben

Zum Eincremen sollten Sie generell rückfettende Salben verwenden. Zur Linderung des Juckreizes eignen sich außerdem Wacholderbeer- oder Nachtkerzenöl, Zitronensaft und Obstessig (die letzteren beiden müssen mit reichlich Wasser verdünnt werden). Nachtkerzenöl ist ebenso wie Olivenöl besonders fetthaltig und somit bei trockener Haut sehr gut geeignet. Bei Jucken der Kopfhaut können Sie Rosmarinöl ausprobieren. Drei Tropfen in hochprozentigem Alkohol lösen und dann mit etwas Wasser strecken. Diese Mischung zwei bis drei Mal täglich in die Kopfhaut einmassieren.

Aus der Küche

Kleinere juckende Stellen können Sie mit einer rohen Kartoffel behandeln. Einfach in Scheiben schneiden, auf die betroffene Stelle legen und mit einem Tuch umwickeln. Der Wickel sollte etwa eine Stunde lang einwirken. Schnell und wirkungsvoll sind außerdem Eiswürfel. Aber Vorsicht: Die Haut sollte damit nur kurz „abgetupft" werden. Zur inneren Anwendung empfiehlt sich folgendes Rezept für einen Tee: Je 20 Gramm Faulbaumrinde, Holunderblüten, Stiefmütterchenkraut, Eichenrinde, Birkenblätter und Fenchel mischen. Für eine Tasse einen Esslöffel dieser Mischung kurz aufkochen, fünf Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Der Tee sollte möglichst langsam getrunken werden.

Generell können Sie noch folgende Tipps beachten: Histaminhaltige Nahrungsmittel wie Käse, Nüsse, Salami und Weißwein sollten möglichst vermieden werden. Schweiß verstärkt den unangenehmen Juckreiz, betroffene Kleidung also möglichst schnell wechseln. Duschgels, Shampoos und Seifen mit starken Duftstoffen sollten ebenfalls vermieden werden.( siehe auch: http://www.dir-info.de/gesundheit/medizin-krankheit/haut-jucken-starker-juckreiz.html)

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