Hausmittel gegen Rheuma und rheumatische Beschwerden

Bei Rheuma handelt es sich um eine entzündliche und oft degenerative Erkrankung, die vor allem Gelenke, aber auch Weicheteile befällt. Die Ursache dafür ist eine Fehlfunktion des Immunsystems, deren Auslöser allerdings bis heute nicht bekannt ist. Unter dem Oberbegriff Rheuma fällt beinahe alles, was mit Schmerzen und Einschränkungen des Bewegungsapparates zusammenhängt. In Deutschland gibt es mehr als zehn Millionen Betroffene in allen Altersstufen, die an den Symptomen von Rheuma leiden.

Honigeinreibung

Honig wirkt entzündungshemmend und ist ein lang bewährtes Naturheilmittel. Um die Schmerzen zu lindern, erwärmen Sie abends ein bis zwei Esslöffel Honig über dem Wasserbad. Den flüssigen Honig auf die betroffenen Gelenke oder Stellen auftragen, mit einem dünnen Tuch umwickeln und über Nacht einwirken lassen.
Auch Zwiebeln haben eine antibiotische Wirkung und lindern Entzündungen. Für einen Zwiebelwickel zwei bis drei Zwiebeln würfeln, in ein dünnes Tuch einschlagen und ausquetschen. Der so entstandene Saft kann direkt auf der Haut eingerieben werden. Bei nicht entzündlichen Beschwerden hilft auch folgendes Rezept: Zwei Esslöffel Arnika, Rosmarin und Thymiankraut in einem Liter Wasser aufkochen und zehn Minuten ziehen lassen. Nach dem Abseihen ein Tuch im Sud tränken und um die schmerzenden Stellen wickeln. Eine zusätzliche Folie hält den Wickel länger warm.
Weiterhin geeignet sind: Wacholderbeeren- oder Rosmarinöl. Rosmarinöl kann täglich bis zu zwei Mal aufgetragen werden, Wacholderbeerenöl bitte nicht öfter als drei Mal in der Woche verwenden.

Bei akuten Schmerzen

Kurzfristig Linderung verschafft eine Auflage mit Meersalz. Dafür muss das Salz in einer beschichteten Pfanne erwärmt und dann auf ein dünnes Tuch aufgetragen werden. Das so eingeschlagene Salz mit einer Mullbinde oder einem Schal fixieren und so lange einwirken lassen, bis der Schmerz nachlässt.
Sind die Gelenke entzündet, hilft Heilerde. Einfach Heilerde mit kaltem Wasser zu einem dickflüssigen Brei verrühren und auf die betroffenen Stelle auftragen. Mit einem dünnen Tuch abdecken und etwa 20 Minuten einwirken lassen. Ebenfalls hilfreich: Melissengeist. Ein Esslöffel Melissengeist auf 500 ml kaltem Wasser reicht bereits. Ein dünnes Tuch darin tränken, auswringen und auf die entzündeten Gelenke legen. Sind Ihre Beschwerden nicht entzündlich, können Sie warmes Wasser verwenden. Das entspannt und fördert zusätzlich die Durchblutung.

Brennnessel

Brennnessel über einen längeren Zeitraum eingenommen, lindert die Beschwerden. Für eine Kur trinken Sie einen Monat lang mindestens einmal täglich den Saft einer Brennnessel. Als Tee nehmen Sie 50 Gramm Brennnesselblätter, 30 Gramm Löwenzahnkraut, 20 Gramm Birkenblätter und 30 Gramm Melissenblätter. Der Tee aus dieser Mischung sollte sechs Wochen lang getrunken werden. Eine ähnliche Wirkung haben Eschenblätter. Einfach 15 Gramm Blätter in einem Liter Wasser aufkochen und danach abseihen. Von dem Sud werden lediglich einige Schlucke täglich getrunken.

Franzbranntwein

Franzbranntwein kühlt, belebt und sorgt für eine bessere Durchblutung der Gelenke. Für eine Einreibung eine Flasche zur Hälfte mit den Trieben junger Fichten füllen und mit Franzbranntwein auffüllen. Diese Mischung zwei Wochen lang an einem sonnigen Platz ziehen lassen. Danach kann die Einreibung damit mehrmals täglich erfolgen.

 

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