Hausmittel gegen und Erste Hilfe bei Ohrenschmerzen

Die Ursachen für Ohrenschmerzen sind vielfältig, doch eines ist immer gleich: Es sind sehr schmerzhafte Erkrankungen. Während man noch vor einigen Jahren schnell einen Rezeptblock zur Hand hatte und Antibiotika verschrieb, setzen heute viele HNO-Fachärzte zunächst auf natürliche Heilmethoden. Der Grund: Die Entzündungen werden oft durch Viren verursacht, gegen die ein Antiobiotikum völlig wirkungslos ist.

Was sind die Auslöser für Ohrenschmerzen?

Bei Kindern sind Mittelohrentzündungen, bei Erwachsenen Entzündungen des äußeren Gehörganges die häufigsten Ursachen. Sie werden durch Viren oder Bakterien hervorgerufen. Aber auch eine Pilzinfektion oder eine Verletzung der Ohrmuschel, Gehörgangverschlüsse durch Ohrenschmalz oder ein Fremdkörper im Ohr kommen vor. Gelegentlich sind Zahnentzündungen oder Kiefergelenksprobleme Schuld.

Alte Hausmittel

Ein altes Hausmittel bei Ohrenschmerzen ist der Zwiebelwickel. Dafür werden ein bis zwei Zwiebeln klein gehackt, zerrieben und auf zwei Tüchern verteilt. Zusammengefaltet werden sie jeweils auf ein Ohr gelegt und dann mit einem Schal oder einer Mütze fixiert. Entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken auch Kamillensäckchen. Dabei werden eine Hand voll Kamillenblüten auf ein Tuch gegeben und gut eingeschlagen (am besten mit Heftpflaster zukleben). Diese „Päckchen" werden dann mit Wärmflaschen erwärmt, so dass sich die ätherischen Öle entfalten können. Das warme Säckchen ebenfalls mit Mütze oder Schal auf dem Ohr fixieren und über mehrere Stunden einwirken lassen.

Aus der Kräuterküche

Auch Sonnenhut, Blutwurz und schwarzer Holunder lindern Ohrenschmerzen. Blutwurz wird eine antibakterielle und krampflösende Wirkung nachgesagt. Aus schwarzem Holunder kann schnell und einfach ein Tee aufgebrüht werden, der dann lauwarm ins Ohr getröpfelt wird.

Wann sollte man zum Arzt gehen?

Halten die Beschwerden länger an oder verschlimmern sie sich, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Säuglinge und Kleinkinder sollten möglichst schnell dem Kinderarzt vorgestellt werden und auch bei immer wiederkehrenden Beschwerden ist ein Besuch beim Facharzt notwendig.

 

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