Leichte Verbrennungen mit Hausmitteln selbst behandeln

Bei Verbrennungen und Verbrühungen unterscheidet man drei Schweregrade. Der 1. Grad ist durch Röte und Schmerz gekennzeichnet, beim 2. bilden sich bereits Blasen und beim 3. und 4. Grad kommen Verkohlungen hinzu. Die Verletzungen der Haut und des darunter liegenden Gewebes können durch Feuer, heiße Gegenstände, Flüssigkeiten oder Strahlung verursacht werden. Kleinere Verbrennungen des 1. Grades können Sie mit folgenden Hausmitteln selbst behandeln.

Zunächst sollte Umschläge mit kaltem Wasser (nicht länger als 30 Minuten) gemacht werden. Bitte niemals Eis oder Eiswasser verwenden, da dies zu Erfrierungen führen kann. Haben Sie sich verbrüht, das kalte Wasser direkt auf die Kleidung laufen lassen und diese erst dann ausziehen. Klebt der Stoff an der Haut, muss unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Umschläge

Eine Wundauflage kann man mit Sauerkrautsaft selber machen. Dieser wirkt antibakteriell und kühlt zugleich. Auch Tee aus Ringelblumenblüten oder Schachtelhalmen kann verwendet werden. Scharfgarbe wirkt ebenfalls antibakteriell und entzündungshemmend. Für einen Umschlag benötigen Sie 50 Gramm Schafgarbenkraut, das in einem Liter Wasser gekocht wird. Nach etwa 15 Minuten können Sie das Kraut absieben und die Flüssigkeit für einen Umschlag mehrmals täglich verwenden.
Für Umschläge generell ein dünnes Baumwolltuch mit der Flüssigkeit tränken und auf die betroffene Stelle auflegen.

Für die bessere Wundheilung

Die Bildung von Blasen bei kleinen Brandwunden können Sie vermeiden, indem Sie nach dem Kühlen etwas Fett auf die betroffenen Stellen reiben und eine rohe Kartoffelscheibe darauf legen. Hilfreich ist auch rohes Eiweiß, da es die Wundheilung fördert. Einfach auf die Brandwunden auftragen und trocknen lassen. Scheiben einer frisch aufgeschnittenen Zwiebel sollen die geschädigte Haut beruhigen.
Ist die Wunde bereits verschlossen, können Sie die Haut bei der Heilung unterstützen. Dazu einfach drei Teile Olivenöl und einen Teil Salz mischen und dann auftragen. Das verhindert Brandflecken und kann außerdem die Schmerzen ein wenig lindern. Eine weitere Alternative ist Lavendelöl. Das enthaltene Linalool hemmt das Wachstum bestimmter Bakterien. Ein Hausmittel, das bereits Kolumbus kannte, ist Aloe Vera. Der Saft dieser Pflanze fördert ebenfalls die Hauterneuerung. Allerdings darf er erst zwei Tage nach Auftreten der Verbrennung angewendet werden.
Eine Salbe für die Wundheilung können Sie auch leicht selbst herstellen: Sie benötigen dafür eine Hand voll getrocknete Blüten der Ringelblume und 100 ml Olivenöl. Beides wird zum Kochen gebracht und bleibt 20 Minuten bei mittlerer Temperatur auf dem Herd. Anschließend die Mischung durch ein feines Sieb gießen, damit die Blüten herausgefiltert werden. Dann drei Tropfen Melissenöl und 20 Gramm Bienenwachs hinzufügen. Die fertige Salbe kann mehrmals täglich aufgetragen werden.
Auch Johanniskraut- oder Teebaumöl können direkt aufgetragen werden: Dadurch wird die Wundheilung gefördert und Schmerzen gelindert.

Hat man sich an heißem Essen oder Getränken verbrüht, hilft es, langsam Sahne zu trinken oder an einem Stückchen Butter zu lecken.

 

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