Starkes Schwitzen: Diese Hausmittel helfen

Um seine Temperatur im Gleichgewicht zu halten, schwitzt der Mensch - es ist also völlig normal und gesund. Der Schweiß hilft dabei, Schadstoffe und überflüssiges Salz auszuscheiden und unterstützt außerdem die Hautreinigung. Im Durchschnitt verlieren wir etwa 500 ml Wasser am Tag.

Schwitzt man jedoch zu stark und verliert man dabei bis zu mehrere Liter Wasser am Tag, spricht man von Hyperhidrose. Die Ursachen dafür sind unterschiedlich: Krankheiten, hormonelle Störungen und selbst Allergien kommen in Frage. Um die Symptome ein wenig zu lindern, können Sie auf folgende Hausmittel zurückgreifen:

Vorbeugen

Optimal bei Schwitzen ist Kleidung aus Leinen oder atmungsaktive Funktionstextilien (findet man häufig im Sportbereich). Nach dem Waschen sollten Sie sofort ein Deo auftragen - dadurch werden die Hautporen verengt. Auch eine Gewichtsabnahme ist empfehlenswert, denn die Fettschicht des Menschen speichert Hitze. Wenn Sie zum Beispiel 30% weniger Fett täglich zu sich nehmen, wird sich der Erfolg schon bald zeigen. Außerdem ist es wichtig, viel zu trinken. Mineralwasser und isotonische Getränke sind am besten geeignet.

Schweißhände und -füße

Bei Schweißhänden hilft folgender Tipp: Zwei bis drei Mal am Tag die Hände mit Franzbranntwein abreiben. Bei Schweißfüßen kochen Sie für 30 Minuten ein Kilo Eichenrinde in fünf Liter Wasser. Die Füße jeden Abend im Sud baden.
Für Achselwaschungen mischen Sie Eichenblätter und Zinnkraut zu gleichen Teilen. Diese Mischung nach dem Kochen zehn Minuten ziehen lassen.
Schweißausbrüche bekämpfen Sie mit folgendem Rezept: 40 Gramm Eichenrinde, 30 Gramm Walnussblätter und 20 Gramm Thymian zehn Minuten in einem Liter Wasser kochen, abkühlen lassen und damit die betroffenen Körperstellen abwaschen.
Bei Nacht- und Fußschweiß trinken Sie zwei Tassen Salbeitee täglich. Die enthaltenen Bitterstoffe regulieren die Schweißabsonderung.

Duschen und Baden

Beim Duschen ist eine kühle bis lauwarme Temperatur optimal. Duschen Sie allerdings zu kalt, schwitzen Sie anschließend verstärkt. Auch eine Wechseldusche ist empfehlenswert (immer mit kaltem Wasser enden). Anschließend können Sie sich mit einer Mischung aus Apfelessig und Wasser (zu jeweils gleichen Teilen) oder verdünnten Zitronensaft abreiben.
Für ein Bad eignet sich als Badezusatz ein Liter Tomatensaft. Bei regelmäßiger Anwendung (am besten zwei Mal wöchentlich) wird der penetrante Schweißgeruch stark gemindert. Die Inhaltsstoffe des Bockhornklees reduzieren ebenfalls die Arbeit der Schweißdrüsen. Für einen Badezusatz einfach 500 Gramm Samen in fünf Liter kaltem Wasser sechs Stunden einweichen lassen. Danach kurz aufkochen.

Generell können Sie noch folgende Tipps beherzigen: Alkohol und Nikotin verstärken die Schweißbildung. Ein regelmäßiger Gang in die Sauna wirkt sich hingegen positiv aus. Auch ein Akupressur-Griff kann Abhilfe schaffen: Einfach mit den Zeigefingern rechts und links in Ohrläppchen-Höhe hinter dem Ohr in kreisenden Bewegungen massieren.

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Michelle Bock
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