Wirksame Hausmittel bei/gegen Husten

Wie ein Sturm fegt ein Hustenstoß durch die menschlichen Atemwege und befreit sie dabei von Staub, Schleim oder Fremdkörpern. Bei einer Erkältung hat man zunächst einen trockenen Reizhusten, bevor dann Bronchialsekret abgehustet werden kann. Gerade bei beginnendem Husten sollte man vor allem viel trinken. Wirkungsvoll sind auch Hausmittel, die teilweise schon seit Generationen bekannt sind.

Kräuter: Die sanfte Medizin

Um Sekret aus Nase und Bronchien zu lösen, eignen sich Erkältungsbäder hervorragend. Als Zusatz sollte man Menthol-, Eukalyptus-, Thymian- oder Fichtennadelöl wählen. Ihre ätherischen Öle fördern die Durchblutung und erhöhen die Körpertemperatur. Die Badedauer sollte zehn Minuten nicht überschreiten, die Wassertemperatur 38°C betragen.
Eine weitere Möglichkeit ist die Inhalation mit ätherischen Ölen. Hier helfen Thymian, Eukalyptus und Pfefferminze, den Schleim in den Bronchien zu verflüssigen. Das Abhusten wird dadurch deutlich erleichtert.

Gut „gewickelt"

Eine ebenso einfache wie wirkungsvolle Maßnahme ist der Kartoffelwickel. Kartoffeln speichern Wärme sehr gut und geben diese kontinuierlich ab. Für einen Kartoffelwickel müssen vier bis sechs mittelgroße Kartoffeln weich gekocht und auf die Mitte eines Geschirrtuches gelegt werden (dieses vorher mit Küchenkrepp belegen). Beim anschließenden Falten sollte ein etwa 20 x 20 cm großes „Päckchen" entstehen. Nun kann die Masse vorsichtig zerdrückt werden. Der Wickel sollte wieder von der Brust entfernt werden, wenn er nicht mehr warm ist. Auch für den Hals ist er sehr gut geeignet, hier kann er beispielsweise mit einem Schal befestigt werden.
Eine andere Variante ist der Zitronenwickel. Hierfür wird ein Handtuch mit kaltem Zitronensaft getränkt und für bis zu zwei Stunden auf die Brust gelegt. Aber Vorsicht: Unter Umständen kommt es zu Hautirritationen, dann sollte der Wickel sofort entfernt werden.
Für die Nacht ist ein Quarkwickel sehr empfehlenswert. Quark wirkt entzündungshemmend und angenehm kühlend. Gleichmäßig auf Brust und Rücken verteilt und mit einem dünnen Tuch abgedeckt, hilft er oft schon während der ersten Nacht.

Tee ist nicht gleich Tee

Bei den Teesorten sollte man vor allem darauf achten, welcher Reiz stillend ist und welcher das Abhusten fördert. Zu der ersten Sorte gehören Kräuterarten wie Eibischwurzel, Lindenblüten sowie Anis- und Fenchelfrüchte. Schleim fördernd hingegen sind Huflattich, Wollblume oder Süßholz.
Bei wirklich hartnäckigem Schleim in den Bronchien hilft oft ein Zwiebeltee. Einfach eine Zwiebel in Scheiben schneiden und für ca. fünf Minuten in einem halben Liter Wasser köcheln lassen. Der Sud wird dann durch ein Sieb abgeseiht und mit Honig gesüßt. Empfehlenswert sind vier Tassen täglich.

Hustensaft selbst gemacht

Einen Hustensaft kann man leicht selbst herstellen. Zum Beispiel aus Zitronen: Mehrere Zitronen schälen, in Scheiben schneiden und in einer Schüssel mit viel Zucker verrühren. Die Mischung einen Tag ziehen lassen, dann abseihen - fertig. Hiervon dreimal täglich einen Esslöffen nehmen.

Generell gilt allerdings: Dauern die Beschwerden länger an oder kommt hohes Fieber hinzu, sollte ein Arzt aufgesucht werden.

 

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