Zahnfleischentzündung: Sanfte Hausmittel aus der Hausapotheke

Rund 70% der Erwachsenen in Deutschland sind von einer akuten oder chronischen Zahnfleischentzündung betroffen. Damit gehört Gingivitis zu den häufigsten Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Die typischen Symptome sind ein gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Zahnfleischbluten und Druckempfindlichkeit. Unbehandelt kann daraus eine Parodontitis entstehen.

Mundspülungen

Eine gute und gründliche Mundhygiene ist die wichtigste Voraussetzung für gesunde Zähne. Bei einer bereits vorhandenen Zahnfleischentzündung ist sie wichtiger denn je, schließlich werden so Bakterien und deren Lebensgrundlage (Lebensmittelreste) beseitigt. Ein desinfizierendes Mundwasser oder eine Mundspülung mit Kamillentee sollten bereits bei den ersten Anzeichen angewendet werden. Auch einige Tropfen Teebaumöl helfen, Schmerzen zu lindern und die Bakterienzahl zu reduzieren.
Um die Mundflora gesund und basisch zu erhalten, sollte man regelmäßig Heilerde kauen. Anschließend den Mund gut ausspülen.

Aus der Natur

Besonders empfehlenswert ist das Kauen frischer Salbeiblätter. Die ätherischen Öle wie Thujon, Cineol und Kampfer verhindern das Wachstum von Bakterien und Pilzen. Außerdem enthält Salbei Gerbstoffe, die entzündungshemmend wirken
Zum Gurgeln kann man folgendes Rezept verwenden: Einen gehäuften Teelöffel Walnussblätter mit kochendem Wasser übergießen und 30 Sekunden lang ziehen lassen. Das Gurgeln damit sollte mehrmals täglich durchgeführt werden. Alternativ kann auch Zinn- und Johanniskraut (Mischverhältnis 1:1) verwendet werden.
Mit einer Blutwurztinktur können Sie die betroffenen Stellen mit Ohrenstäbchen direkt behandeln.

Vorbeugen

Wenn Sie häufiger Probleme mit Zahnfleischentzündungen haben, können Sie mit einfachen Mitteln vorbeugen. Ernähren Sie sich möglichst säurearm, dafür sollten aber reichlich Obst und Gemüse auf dem Speiseplan stehen. Auch der Verzicht auf Nikotin macht das Zahnfleisch widerstandsfähiger. Essensreste sollten direkt nach dem Essen herausgespült werden. Wer regelmäßig sein Zahnfleisch massiert, kräftigt das Gewebe und regt den Stoffwechsel an.
Halten Ihre Beschwerden länger als eine Woche an, sollte unbedingt ein Zahnarzt aufgesucht werden.

 

Haben Sie eine Anregung, Meinung oder Kritik? Dann können Sie hier einen Kommentar schreiben:

 
Kommentar abgeben

Sie müssen in Ihrem Browser Bilder aktiviert haben, um den Code zu sehen.

* Pflichtfeld
Startseite > Gesundheit > Hausmittel
Diese Seite bewerten

Klicken Sie auf einen Stern, um diese Seite zu bewerten.

Abgegebene Stimmen: 86

Durchschnitt: 3.8 / Prozent: 75%

Ihre Autorin:

Michelle Bock
Verwandte Artikel:

Hyperlipoproteinämie (HLP) / Hyperlipidämie: Gestörter Fettstoffwechsel mit Folgen 

Reizdarmsyndrom: Harmlos, aber lästig 

Darmflora aufbauen: So stellen Sie das Gleichgewicht wieder her 

Hypercholesterinämie: Erhöhter Cholesterinspiegel

Das hilft bei kalten Füßen 

Colitis ulcerosa: Symptome & Therapie 

Niereninsuffizienz: Wenn die Niere nicht mehr richtig arbeitet 

Bluthochdruck (Hypertonie): Die Volkskrankheit rechtzeitig erkennen und behandeln 

Misteltherapie bei Krebs: Sinn oder Unsinn? 

Essstörungen: Wenn Probleme mit dem Essen lebensbedrohlich werden