Hörgeräteversicherung: Für den Ernstfall gewappnet sein

Brillen gelten als schick, Hörgeräte hingegen noch immer oft als Makel. Dabei sind die kleinen Helfer wahre Wunderwerke. Auch fallen sie längst nicht mehr so auf wie noch vor wenigen Jahren. Im Gegenteil: Technisch wie optisch hat sich viel getan auf dem Hörgerätemarkt.

Bild 1: © istock.com/AndreyPopov

Knapp zwei Millionen Menschen in Deutschland tragen ein Hörgerät. Der starke Anstieg der vergangenen Jahre ist nicht dadurch zu erklären, dass es heute mehr Hörgeschädigte gibt. Vielmehr sind sie selbstbewusster geworden sich zu zeigen, und auch die Hörgeräte-Industrie hat die Zeichen der Zeit verstanden.

Individuelle Ausführung

Ein gutes Gehör ist der Schlüssel zur Kommunikation mit den Mitmenschen, es erleichtert die gefahrfreie Teilnahme am Straßenverkehr und erhöht auch sonst die Lebensqualität erheblich. Während Brillen seit jeher auch als modisches Accessoire gesehen werden, fristete das Hörgerät jedoch in der Vergangenheit eher ein Schattendasein.

Heute können die technisch hoch entwickelten Geräte individuell auf den Einzelnen und seine Bedürfnisse angeglichen werden. Sie werden exakt in das Ohr eingepasst und nicht mehr außerhalb getragen. Hinzu kommen farbliche und materielle Anpassungen. Durchsichtiger Kunststoff lässt das Hörgerät optisch nahezu verschwinden.

Gut gegen Schäden absichern

Herzstück der Hörgeräte ist die Technik im Inneren. So effizient sie arbeitet, so empfindlich ist sie jedoch auch gegenüber äußeren Einflüssen. Bedienfehler können schnell zu Beschädigungen führen. Auch können die Geräte durch Wasser, Schweiß oder Ohrenschmalz dauerhaft in Mitleidenschaft gezogen werden.

Um sich finanziell gegen solche Schäden abzusichern, gibt es spezielle Hörgeräteversicherungen. Nicht jede Police deckt dabei jeden denkbaren Schaden ab, Ungeschicklichkeit, Schäden durch Brand, Kurzschluss, Unfälle und Diebstahl zählen in der Regel aber zu den Standards, wie dieser ausführliche Ratgeber zum Thema Hörgeräteversicherung näher erläutert.

Entscheidungskriterien bei der Versicherung

Letztlich geschehen im Alltag die häufigsten Missgeschicke: Der Hund schnappt sich das Hörgerät vom Nachttischchen und kaut darauf herum, oder jemand tritt versehentlich darauf, wenn es von der Tischkante gerutscht ist.

Wer überlegt, eine Hörgeräteversicherung abzuschließen, sollte zunächst sein persönliches Gefahrenrisiko realistisch einschätzen. Darüber hinaus spielt natürlich der tatsächliche Wert des Gerätes eine Rolle. Manche Versicherungen versichern nicht den Anschaffungs-, sondern nur den Zeitwert.

Folgende Aspekte spielen bei der Entscheidung eine wichtige Rolle:

  • Der Versicherungsumfang: Welche Schäden sind tatsächlich versichert?
  • Die Versicherungsdauer: Wie lange ist das Gerät versichert? Idealerweise greift der Versicherungsschutz über sechs Jahre.
  • Der Versicherungswert: Ist auch wirklich der Neuwert versichert? Und wie sieht es mit einer Selbstbeteiligung aus? Wie hoch ist der Eigenanteil?
  • Der Vertragspartner: Wer ist der Versicherer? Wird auch im Falle eines Umzugs zu einem anderen Hörgeräteakustiker die volle Versicherungsleistung erbracht?
  • Die Schadensabwicklung: Wer kümmert sich im Fall der Fälle die Schadensanzeige und -abwicklung?

Vorab informieren!

Erfahrungsgemäß kann der Schaden im Ernstfall schnell in den vierstelligen Bereich gehen. Allein dies zeigt, dass die Entscheidung für oder gegen eine bestimmte Hörgeräteversicherung nicht auf die leichte Schulter genommen werden sollte. Selbst Reparaturen gehen ins Geld. Sich vorab mit den Angeboten verschiedener Anbieter auseinanderzusetzen, kann sich also durchaus lohnen.

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