Kaltschaum-Matratzen: Vor- und Nachteile auf einen Blick 

Kaltschaum-Matratzen hatten lange einen schlechten Ruf, waren sie doch aufgrund ihrer Herstellungsweise nicht frei von Schadstoffen und galten allgemein als billig. Nach dem Verbot von FCKW, dessen Ozon schädigende Wirkung längst nachgewiesen wurde, werden Kaltschaum-Matratzen aus Polyethan hergestellt.

Wird Wasser zur chemischen Grundsubstanz hinzugegeben, folgt die Aufschäumung. Da dieser Vorgang ohne Wärme auskommt, spricht man vom sogenannten Kaltschaum.

Qualität: Woran man sie erkennt

Bei Kaltschaum-Matratzen steht vor allem das Raumgewicht (RG) für Qualität. Eine gute Matratze sollte mindestens einen Wert von 40 haben, damit ihre Langlebigkeit garantiert ist. Liegt das Raumgewicht allerdings unter 30, ist von einem Kauf abzuraten.
Auch auf die Strauchhärte sollte geachtet werden. Ist sie zu niedrig, kommt es schnell zu unangenehmen Liegekuhlen. Außerdem fühlt sich die Matratze insgesamt zu weich an. Ist der Wert jedoch ausreichend hoch, werden Druckstellen schnell wieder ausgeglichen und die ursprüngliche Form wieder angenommen.
Das dritte Qualitätsmerkmal ist die Kernhöhe. Hier gilt: Je höher der Kern, um so mehr Schaum wurde für die Verarbeitung verwendet. Nur eine ausreichende Menge an Schaum kann das Einsinken während des Schlafens verhindern. Beim Kauf sollte also darauf geachtet werden, dass nicht nur die Gesamthöhe der Matratze, sondern auch die Kernhöhe angeben wird.
Weiterhin sollte der Gesundheit zu Liebe Wert auf Schadstofffreiheit gelegt werden. Trägt die Matratze einen „LGA schadstoffgeprüft"-Aufkleber, so wurde sie vom TÜV Rheinland geprüft. Diese Auszeichnung bekommen nur Produkte, die eine minimale Schadstoffemission aufweisen. Oftmals liegen die Grenzwerte der getesteten Produkte sogar noch deutlich unter den gesetzlich festgelegten Werten.


Liegekomfort & Schlafklima

Kaltschaum-Matratzen zeichnen sich vor allem durch einen hohen Liegekomfort aus, da sie sich durch ihre Punktelastizität sehr gut an den Körper anpassen. Ändert der Schlafende seine Position, nimmt die Liegefläche an der vorherigen Stelle sofort wieder ihre ursprüngliche Form an. Somit ist eine ergonomische Schlafposition gewährleistet.
Hat die Kaltschaum-Matratze einen sogenannten 7-Zonen-Schnitt, liegt die Wirbelsäule in einer geraden Haltung. Hüften und Schultern dürfen in ihren Zonen ein wenig einsinken, damit es zu der entspannten Haltung kommt.
Aufgrund des guten Feuchtigkeitstransportes weisen die Matratzen ein gutes Schlafklima auf. Außerdem sind sie geräuschfrei.


Bezug

Der Bezug sollte möglichst waschbar und frei von Schadstoffen sein. Empfehlenswert sind Frotteebezüge mit dem Ökotex Standard 100 oder Lyocell-Bezüge. Letztere werden aus einem nachwachsenden Naturstoff hergestellt. Er garantiert eine hohe Feuchtigkeitsaufnahme, trocknet schnell und ist relativ unempfindlich gegenüber Schmutz. Lyocell ist außerdem leicht glänzend, sehr weich und wirkt deshalb besonders edel. Durch diese Eigenschaften ist er vor allem für Allergiker besonders geeignet.

Nachteile

Wer sich für eine Kaltschaum-Matratze entscheidet, muss auch auf die richtige Auswahl des Lattenrostes achten. Es sollte mindestens 26 Leisten haben, da es ansonsten passieren kann, dass der Schaum durch die Lücken gedrückt wird.
Kaltschaum-Matratzen sind leicht entflammbar. Zwar verwenden manchen Hersteller Feuer hemmende Zusatzstoffe, die entsprechen aber nicht den Ökotex-Kriterien. Vor allem in Kinderzimmern empfiehlt sich deshalb ein schwer entflammbarer Überzug.

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