Ihr gutes Recht? So sieht der Krankenkassenzuschuss 2011 aus

Dass Gesundheit stetig teurer wird, ist den meisten Menschen nicht mehr neu. Überall wird gespart und Geld einbehalten, um die eh schon angeschlagenen Rücklagen der Krankenkassen nicht noch weiter zu belasten. Da ist es nicht überraschend, dass die Krankenkassen sich mittlerweile auch immer mehr da bei den möglichen Zuschüssen zieren, wo sie können.

Sofern sie es können, denn manche Zuschussarten sind nach wie vor, auch nach der Gesundheitsreform 2011, gesetzlich geregelt. Das gilt zum Beispiel für bestimmte Arten des Zahnersatzes, bei Hörgeräten, notwendigen Medikamenten oder Behandlungsarten. Etwas anders sieht es aber beispielsweise bei Sehhilfen und speziellen Therapiearten aus. Aber schauen wir uns die Grundsätze und auch Richtlinien des Krankenkassenzuschusses einmal genauer an.

Zuschuss oder kein Zuschuss? – oft gestellte Frage

Was in welchen Maßen bewilligt werden muss, ist - wie bereits erwähnt - in vielen Fällen gesetzlich geregelt. Nicht immer halten sich die Krankenkassen jedoch an die gesetzlichen Mindestsummen, sondern überbieten diese unter Umständen, um Kunden gewinnen zu können. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei aber nicht um wirklich tragende Summen – dennoch ist das Kleingedruckte beim Abschluss immer einen genauen Blick wert. Das gilt auch deshalb, weil viele Versicherungsgesellschaften mittlerweile Teile von möglichen Zusatzversicherungen in ihren Standardpolicen mit einbeziehen. Das kann zum Beispiel auch beim Zahnersatz der Fall sein, muss es aber nicht. Falls man den Vertrag nicht zur Hand hat, kann man jederzeit bei der Krankenkasse nachfragen, inwieweit das gewünschte Gesundheitspaket abgedeckt wird.

Eine Rücksprache ist jedoch nicht nur deshalb ein ständiges Muss, sondern weil viele Dinge erst bei der Krankenkasse beantragt werden müssen. Hörgeräte, Zahnersatz, Sehhilfen, Therapien und Co. dürfen erst angetreten, bzw. bestellt werden, wenn sie bewilligt wurden. Im Nachhinein zahlt keine Krankenversicherung außerordentliche Leistungen oder Behandlungsarten, egal ob ein Anspruch auf Zuschuss besteht oder nicht, weshalb Vorsicht geboten ist. Viele Patienten begangen hier den Fehler vorschnell zu handeln und bereuten es bitter, da sie letztendlich trotz aller vertraglicher Richtlinien und gesetzlicher Grundlagen die Kosten selber tragen mussten.

Oft kommt es auf die Notwendigkeit an

Bei vielen Behandlungsarten oder Leistungen muss grundsätzlich eine medizinische Notwendigkeit nachgewiesen werden. Bei reinen Therapien genügt hier nicht selten eine Bescheinigung des behandelnden Arztes, bei Dingen wie Brillen muss jedoch oft mehr vorgelegt werden. Sehhilfen werden heute beispielsweise gar nicht mehr standardisiert bezuschusst, sondern nur noch durch diverseste Sonderversicherungspakete. Auch hier ist aber nicht jede Art der Sehhilfe inbegriffen. Kontaktlinsen werden sehr häufig ausgeschlossen, Brillen nur bis zu bestimmten Kostenhöhen erstattet und oft auch nur dann, wenn sich der Sehfehler innerhalb einer vertraglich festgelegten Frist um einen ebenfalls festgelegten Korrekturwert verschlechtert oder verbessert hat.

Wieder anders sieht es beim Zahnersatz aus. Seit dem Jahr 2005 werden hier nur noch angepasste Summen erstattet, die sich an der kostengünstigsten Art des Zahnersatzes orientieren. Wünscht man beispielsweise ein kostspieliges Zahnimplantat, obwohl auch eine sehr viel günstigere Krone verwendet werden könnte, zahlt die Krankenkasse nur die Summen, die sich aus den Zuschussanteilen für die Krone zusammenrechnen. Die Differenz zu den tatsächlichen Kosten muss der Versicherte selber tragen. Die Höhe des Zuschusses kann hier allerdings zwischen 20 und 30 Prozent vom Gesamtpreis schwanken – je nachdem wie gut das Vorsorgeheft des Patienten in den vergangenen zehn Jahren geführt wurde.

Sonderpolicen über den Arbeitgeber

Viele Arbeitgeber bieten ebenfalls Zuschüsse an, die durch den Abschluss verschiedener Sonderpolicen abgedeckt werden können. Oft übernimmt der Arbeitgeber hierbei einen Großteil der anfallenden Beitragszahlungen, wenn nicht sogar alle. Entsprechende Angebote werden in den meisten Situationen zwar ganz aktiv vom Arbeitgeber beworben, bei Unklarheiten darüber sollte jedoch trotzdem nachgefragt werden. Nicht selten kann der Arbeitgeber nämlich bares Geld durch dieses Vorgehen sparen, weil sich entsprechende Zusatzleistungen zugunsten der Beschäftigten zu großen Teilen von der Steuer absetzen lassen.

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