Bluthochdruck (Hypertonie): Die Volkskrankheit rechtzeitig erkennen und behandeln 

Bluthochdruck (Hypertonie) gehört zu den so genannten Volkskrankheiten. Rund 30 Millionen Deutsche sind davon betroffen - das ist immerhin fast jeder vierte. Weltweit betrachtet sind der Bluthochdruck und die daraus resultierenden Folgeerkrankungen die häufigste Todesursache überhaupt.

Bluthochdruck-Hypertonie

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Unter Hypertonie versteht man einen deutlich erhöhten Druck in den Arterien, der mittels zweier Werte in der Maßeinheit Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) bestimmt wird. Erzeugt wird der Druck in den Blutgefäßen durch den Herzschlag und die Gefäßwände. Liegen die Werte bei mindestens 140 (systolisch) zu 90 (diastolisch), spricht man von Bluthochdruck. Als normal gelten Werte von (bis zu) 130 zu 85.

Ursachen

Zunächst einmal wird zwischen einer primären und einer sekundären Hypertonie unterschieden. Bei der primären (essentiellen) Hypertonie sind die Ursachen vor allem in einer falschen Lebensweise zu finden. Rauchen, übermäßiger Alkoholgenuss, Bewegungsmangel, Stress und eine ungesunde Ernährung führen im Laufe der Zeit zu einem Anstieg des Blutdrucks. Eine familiäre Vorbelastung ist seltener der Fall.
Die sekundäre Hypertonie hingegen ist mit Vorerkrankungen wie angeborene Gefäßerkrankungen, Nierenerkrankungen, hormonelle Störungen (zum Beispiel Schilddrüsenüberfunktion), Diabetes, Enzephalitis oder Meningitis begründbar. Unter Umständen können auch Medikamente der Auslöser sein. Unter dieser Form des Bluthochdrucks leiden allerdings nur etwa zehn Prozent der Betroffenen.

Symptome

Oft bleibt der Bluthochdruck zunächst unentdeckt, da die Betroffenen in der Regel zu Beginn keine Symptome aufweisen. Erst nach einigen Jahren treten erste Beschwerden wie ständige Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Ohrensausen oder Nasenbluten auf. Bleibt die Hypertonie zu lange unbehandelt, werden Organe langfristig geschädigt. In der Folge kann es zu Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), Kurzatmigkeit bis hin zu Atemnot, Seh- oder Sensibilitätsstörungen und im schlimmsten Fall zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen.
Gelegentlich steigt der Blutdruck des Betroffenen derart stark an, dass Symptome, die auf einen Schlaganfall hindeuten (Schwindel, Lähmungserscheinungen, Sehstörungen, kurze Bewusstlosigkeit), auftreten. Liegt der Wert bei mindestens 200 zu 120 mmHg, spricht man von einem hypertensiven Notfall.

Therapie

Je früher die Hypertonie erkannt wird, um so besser kann Organschäden und Folgeerkrankungen vorgebeugt werden. Ziel der Therapie ist es, den Blutdruckwert wieder auf einem Level von unter 140 zu 90 mmHg zu halten.
Weiterhin muss der Patient auf jeden Fall seine Lebensgewohnheiten ändern. Regelmäßige Bewegung, Stressabbau, Reduzierung des Übergewichtes, Einschränkung des Alkohol- und Zigarettenkonsums sind einfache Methoden, um den Blutdruck dauerhaft zu senken. Die Betroffenen sollten außerdem möglichst häufig auf kochsalzhaltige Lebensmittel verzichten. Zwar können auch Blutdruck senkende Medikamente verschrieben werden, aber der natürliche Weg ist bedeutend effektiver und bringt außerdem einen Gewinn an Lebensjahren.

Bei der sekundären Hypertonie muss zunächst der Auslöser gefunden und dieser dann entsprechend therapiert werden.

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