Eine Borreliose Behandlung sollte in der ersten Phase erfolgen

Wird die erste Phase der Borreliose nicht behandelt, beginnt zwei bis zwölf Monate nach der Infektion das zweite Stadium der Krankheit. Es kommt unter anderem zu Entzündungen betroffener Organe und Hirnhaut-, Hirn- und Nervenentzündungen. Die Nervenentzündung äußert sich durch einen steifen Nacken, Kopfschmerzen und brennende Schmerzen am ganzen Körper.

Oft beginnen die Schmerzen an der Stelle, wo einmal die Einstichstelle gewesen ist. In schlimmen Fällen kann es zu Lähmungen der Gliedmaßen, der Bauchmuskeln und des Gesichts kommen. Möglich sind ebenfalls Beeinträchtigungen der Sehfähigkeit und des Hörvermögens. Ferner kann es zu Entzündungen der Leber, der Bauchspeicheldrüse und des Herzens kommen. Auch Entzündungen in den Gefäßen von Zehen und Fingern sind nicht selten.

Das dritte Stadium der Krankheit kann mehrere Jahrzehnte, manchmal ein Leben lang bestehen bleiben. Die Borreliosen sind inzwischen chronisch geworden und zerstören gezielt die befallenen Organe, woraufhin diese dauerhaft geschädigt bleiben. Da oft im Körper noch lebende Borrelien vorhanden sein können, ist ein erneutes, schubweises Ausbrechen der Krankheit jederzeit möglich. Die Lyme-Borreliose zeigt sich in diesem Stadium vor allem durch Gelenkentzündungen und Verschleiß, der so genannten Lyme-Arthrose. Betroffen sind neben den Kniegelenken genauso die Gelenke der Finger, Ellenbogen, Handwurzeln, Zehen und sogar der Kiefer. Außerdem kann es zum Auftreten einer Hauterkrankung kommen, bei der sich das Hautbild dahingehend verschlechtert, dass die Haut dünn wie Papier wird und die Adern deutlich sichtbar werden. Oft kommt es auch zu Knötchenbildung. Diese Hautkrankheit fällt unter den Begriff der Acrodermatitis und nennt sich ACA.

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