Borreliose durch Zeckenstich

Die Borreliose ist eine der am häufigsten übertragenen Krankheiten durch Zecken. Im Gegensatz zur FSME handelt es sich nicht um eine Viruserkrankung, sondern um eine durch eine Bakterienart, die Borrelien, hervorgerufenen Krankheit. Charakteristisch als eines der ersten Merkmale, dass sich jemand mit Borreliose infiziert hat, ist die so genannte Wanderröte.

Borreliose durch Zeckenstich

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Diese tritt in einem Zeitraum von drei bis zehn Wochen am Ort der Einstichstelle auf. Wenn so viel Zeit vergangen ist, denkt niemand sofort an den Zeckenstich. Die Wanderröte breitet sich von Tag zu Tag mehr aus. Erst erscheint nur ein kleiner roter Fleck, der jeden Tag ein wenig größer wird. Die Rötung ist heiß, aber nicht schmerzhaft. Oft kommen auch noch grippeähnliche Symptome hinzu, wie Kopfschmerzen, Fieber und allgemeine Schwäche. Ganz wichtig ist, dass in diesem Stadium die Borreliose schon als solche erkannt wird, was nicht immer ganz einfach ist. Oft tritt die Wanderröte nicht in ihrer typischen Form auf, sondern es entstehen eher geschwulstartige, bläuliche Hautveränderungen, die sich später braun verfärben.

Bei vielen Betroffenen fehlen die grippeartigen Symptome ebenfalls, so dass die Krankheit nicht erkannt wird. Wird in diesem ersten Stadium keine Borreliose Behandlung eingeleitet, kann es sehr schnell dazu kommen, dass die Bakterien in die Lymphbahnen, die Nervenwege und in Organe und Organsysteme gelangen. Die richtige Behandlung besteht in der Gabe bestimmter Antibiotika, die gewissenhaft eingenommen werden müssen. Danach steht in regelmäßigen Abständen eine Blutuntersuchung an, um den aktuellen Borreliose-Titer zu messen. Bei einem ungewöhnlich hohen Titer muss eine weitere Behandlung mit Antibiotika erfolgen, im Zweifelsfall über einen Tropf bei stationärer Aufnahme im Krankenhaus.

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