Neurodermitis: Anwendung und Wirkung von Nachtkerzenöl 

Neurodermitis ist eine chronische Hautkrankheit mit unterschiedlich starken Ausprägungen. Die Symptome reichen von roten und schuppenden Haustellen bis hin zu nässenden Flächen mit darauf folgender Entzündung.

Neurodermitis

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Häufig betroffen sind die Armbeugen und Kniekehlen, aber auch Gesicht, Bauch und Oberschenkel weisen oftmals ein verändertes Hautbild auf. Die Auslöser sind zahlreich (u.a. genetische Veranlagung, immunologische Überreizung, Lebensmittelallergien) und bis heute nicht zweifelsfrei geklärt.

Basistherapie

Bei Neurodermitis-Patienten ist es wichtig, die Phasen der Krankheit zu unterscheiden. Eine stabile Phase mit einer nahezu intakten Haut muss anders behandelt werden als ein akuter Schub mit zum Teil nässenden Stellen.
Nachtkerzen-Öl (Oenotherae oleum) zählt zur Basispflege, da es sehr fetthaltig ist. Die enthaltende Gamma-Linolensäure ist an der Steuerung des Immunsystems beteiligt und reduziert zudem Entzündungen.
Die Nachtkerze stammt ursprünglich aus Amerika und wird bis zu 1,5 Meter hoch. Die wertvolle Gamma-Linolenfettsäure befindet sich vor allem in den Samen. Diese sind in länglichen Kapseln in den Blüten der Pflanze eingeschlossen. Das Nachtkerzenöl wird durch Pressung oder Extraktion daraus gewonnen. Die Anwendung beschränkt sich nicht nur auf Hautprobleme, sondern ist auch bei Kopfschmerzen, diabetischer Neuropathie, Mastodynie und dem prämenstruellen Symptom empfehlenswert.

Atopisches Ekzem

Bei Hautproblemen (u.a. atopisches Ekzem) wirkt es beruhigend, so dass der häufig auftretende Juckreiz nachlässt. Trockene und gerötete Stellen werden reduziert, das Hautbild bessert sich insgesamt. Allerdings weisen einige Mediziner daraufhin, dass eine Einnahme in Kapselform (also innerlich) zu bevorzugen sei.
Das Öl der Nachtkerze wird vor allem dann bei Neurodermitis eingesetzt, wenn der Haut fetthaltige Säuren fehlen. Etwa 15 Prozent der Deutschen fehlt ein Enzym, das Linolsäure in γ-Linolensäure umwandelt. Besonders häufig ist dieser Defekt bei Neurodermitis-Betroffenen zu finden. Die Folge: Die Haut schuppt, juckt und weist trockene Stellen auf. Klinische Studien haben gezeigt, dass sich das Hautbild der Patienten bei regelmäßiger Einnahme bzw. Anwendung deutlich gebessert hat. Selbst auf das Immunsystem wirkt sich das Nachtkerzenöl positiv aus. Allerdings ist mit einem Erfolg erst nach einigen Monaten zu rechnen.
Die Anwendung von Cremes ist bereits im Säuglingsalter empfehlenswert. Milchschorf bei Babys ist zwar in der Regel harmlos, kann aber in einigen Fällen ein erstes Anzeichen für eine beginnende Neurodermitis sein. Sind Stirn oder Augenbrauen befallen, schafft das Nachtkerzenöl häufig schnell Abhilfe.

Welches Präparat, ob Lotion, Hydrogel oder Creme, am besten geeignet ist, sollte stets ein Facharzt entscheiden.


Webtipp:

Sie finden beim Neurodermitis Portal jucknix.de viele weitere Informationen zum Thema.

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