Psychiater für Tiere
In jedem Fall jedoch gewinnen Verhaltenstherapien für unsere liebsten Haustiere nach und nach an Bedeutung und Beliebtheit. Ob sich die Personen nun Tierpsychiater oder eben Verhaltenstrainer nennen, mag teilweise auch eine Frage der Selbstvermarktung sein. Trotzdem teilen sie die Vorstellung, dass Hunde und Katzen mit uns Menschen vor allem durch ihr Verhalten in Kontakt treten. Daher liegt es nicht nur an ihnen, dass eine ungestörte Kommunikation wieder stattfindet, wenn Aggressionen und andere Verhaltensstörungen auf den Plan treten und das Vertrauensverhältnis gestört wird. Insofern setzten Tiertherapeuten nicht nur auf die Arbeit mit den Tieren, sondern binden Herrchen und Frauchen gleichermaßen mit ein.
Gerade auch für uns Menschen besonders traumatische Erfahrungen wie beispielsweise der frühe Verlust der Mutter oder kann Nahrungs- und Wasserverweigerung, apathisch-depressives Verhalten und vor allem Zurückgezogenheit erzeugen. Nicht nur die uns am nächsten stehenden Säugetiere legen diese Verhaltensmuster an den Tag. Auch Vögel tun dies mitunter. Werden diese Zustände nicht erkannt, können Aggressivität und Verhaltensauffälligkeit folgen. Aber auch der spezifische Rangordnungssinn gerade bei Rudeltieren wie Hunden macht im Zusammenleben mit Familien nicht selten den Einsatz eines Tiertherapeuten notwendig.
Grundsätzlich können Tierpsychiater- und Therapeuten als Übersetzer gesehen werden, welche die Verhaltenskonzepte der Tiere in eine für uns Menschen verständliche Sprache übertragen, so dass wir entsprechend reagieren können.


