Schaufensterkrankheit: Die Aterienverengung betrifft vor allem ältere Menschen
Symptome der Schaufensterkrankheit
Bei der Schaufensterkrankheit werden Organe und Muskeln nicht mehr ausreichend mit sauerstoffreichem Blut versorgt. Die Folge: Eine Durchblutungsstörung (Ischämie). Diese äußert sich vor allem bei einer gesteigerten Belastung (zum Beispiel beim Gehen) durch krampfartige Schmerzen, da der Sauerstoffbedarf in diesem Augenblick erhöht ist. Sind die Beinarterien verstopft, treten die Schmerzen in den beanspruchten Muskelpartien (zum Beispiel Waden oder Hüften) auf. Im Ruhezustand lassen sie allerdings wieder nach. Je nach Schweregrad der Erkrankung gibt es weitere Symptome wie kalte Beine und Füße. Bei einer durchgängig schlechten Durchblutung kann es zu einem ständigen Taubheits- oder Kribbelgefühl kommen. Werden dann die Beine hochgelegt, sind die Füße auffallend blass. Auch das Zehnagelwachtsum kann negativ beeinflusst werden. Nicht heilende Wunden können ebenfalls ein Anzeichen für die Schaufensterkrankheit sein.
Verlauf
Werden Schmerzen beim Gehen ignoriert, kann es im fortgeschrittenen Krankheitsstadium zu einer schweren Ischämie mit Zelltod und Gewebestörungen kommen. Im schlimmsten Fall droht eine Amputation. Auch die Sterblichkeitsrate ist in solchen Fällen oftmals hoch, da die Betroffenen häufig auch an Arteriosklerose im Herz und Gehirn leiden. Dies wiederum birgt ein erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen , Aortenaneurysma und Schlaganfälle.
Diagnostik
Zu Beginn werden eine Anamnese sowie eine körperliche Untersuchung gemacht. Dabei wird zum Beispiel auf Haut- und Nagelveränderungen geachtet. Auch der Blutdruck in den Beinarterien sollte geprüft werden, da sich so eine Behinderung des Blutflusses erkennen lässt. Dazu wird der Doppler-Effekt (Ultraschall) genutzt. Bei einer Funktionsprüfung auf dem Laufband kann die Schwere der Erkrankung anhand der Fontaine-Stadien beurteilt werden.
Therapie der Schaufensterkrankheit
Zunächst gibt es einige konservative Behandlungsmöglichkeiten. Da in weit über 90 Prozent der Fälle Rauchen und mangelnde Bewegung Ursache der Arteriosklerose sind, ist eine Veränderung der Lebensweise von großer Bedeutung. Außerdem ist meistens der Cholesterinspiegel erhöht, so dass eine Diät (fettarme Ernährung) Teil des Behandlungsplanes ist. Eine Unterstützung in Tablettenform ist möglich. Medikamente zur Verbesserung des Gehvermögens sowie welche mit einer Thrombozyten hemmenden Wirkung können verschrieben werden.
Von invasiven Eingriffen sieht man inzwischen in der Regel ab, da sie für ältere Menschen belastend und mit einem hohen Sterblichkeitsrisiko verbunden sind. Stattdessen werden Angioplastien und Stentimplantationen bevorzugt. Bei der Angioplastie werden verengte oder verstopfte Arterien mit einem durch einen Katheter eingeführten Ballon geweitet. Wurde der Ballon in der Arterie aufgeblasen, kann ein Stent eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um ein winziges, zylinderförmiges Drahtröhrchen, das als Implantat bleibt. Es hält die Arterie dauerhaft offen.
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