Venenschwäche vorbeugen

Rund ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland leiden unter einer Venenschwäche (chronisch venöse Insuffizienz), etwa 90 Prozent haben eine Veränderung an ihrem Venensystem. Die typischen Symptome sind geschwollene und schmerzende Beine, ein Spannungsgefühl, nächtliche Wadenkrämpfe oder ein Kribbeln.

Die häufigsten Ursachen dafür sind mangelnde Bewegung, übermäßige Belastungen und eine angeborene Bindegewebsschwäche. Da sich aus einer Venenschwäche ernsthafte Folgeerkrankungen ergeben können (zum Beispiel Entzündungen, Geschwüre und offene Beine), sollte man möglichst frühzeitig vorbeugen.

Risikofaktoren

Begünstigt wird eine Venenschwäche durch eingeschränkte Sitzpositionen oder langes Stehen bei der Arbeit, Übergewicht, zu eng einschnürende Kleidung und Schuhe, übermäßiger Nikotin- und Alkoholgenuss. Aber auch Wärmeeinflüsse, wie sie zum Beispiel beim Sonnenbaden oder Saunieren vorkommen, zählen zu den Risikofaktoren. Natürlich kann man nicht alle genannten Faktoren eliminieren, aber eine Reduzierung einiger reicht oftmals schon aus.

Tipps für die warme Jahreszeit

Das Bindegewebe und auch die Venenwände können gezielt gestärkt werden. Dafür eignen sich vor allem kalte Beingüsse. Einfach auf den Badewannenrand setzen und einen kalten Duschstrahl von den Fersen bis zum Oberschenkel hochziehen. Im Büro genügt es, in der Mittagspause ein kaltes Handtuch um den Unterschenkel zu wickeln. Kleine Übungen helfen, das Blut besser zirkulieren zu lassen. So reicht es bereits aus, sich immer mal wieder auf die Zehenspitzen zu stellen. Wenn Sie länger sitzen müssen, können Sie die Beine strecken und dann mehrmals die Zehen Richtung Schienbein ziehen. Auch eine gezielte, bewusste Bauchatmung ist hilfreich.
Verzichten sollten Sie im Sommer unbedingt auf Alkohol und Kaffee, da beides die Gefäße erweitert und Venenprobleme somit fördert.

Sport

Leichte Ausdauersportarten wie zum Beispiel Schwimmen oder Fahrradfahren sind zur Vorbeugung einer Venenschwäche ebenfalls sehr gut geeignet.

Aus der Natur

Zur Stärkung der Gefäße und Straffung des Bindegewebes kommen Stachelbeeren in Frage. Sie enthalten unter anderem das Spurenelement Silizium. Der menschliche Körper benötigt es, um Gefäße zu erhalten und die Stabilität derselben zu gewährleisten. Bereits eine einwöchige Stachelbeerkur kann bei Besenreisern Abhilfe schaffen. Es ist lediglich darauf zu achten, dass es sich um besonders reife Früchte handelt. Weiterhin sind Rosskastanien und roter Weinlaubextrakt besonders wirksam. Als Tee sorgen die Seifenstoffe der Rosskastanie für eine Stärkung der Venenwände, verbessern die Durchblutung und verhindern Wasseransammlungen.
Roter Weinlaubextrakt enthält Flavonoide, die für eine Gefäßverengung sorgen. Außerdem werden auch hier die Durchblutung und Sauerstoffversorgung gefördert.

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