Vitaminmangelanämie: Wenn Vitamin B12 oder Folsäure fehlen 

Unter einer Vitaminmangelanämie versteht man eine bestimmte Form der Blutarmut, die durch einen Mangel an Vitamin B 12 oder Folsäure verursacht wird. Sind diese Hormone nur unzureichend vorhanden, können die Erythrozyten nicht mehr in der notwendigen Anzahl gebildet werden.

Diese werden für den Aufbau der Chromosomen benötigt, welche wiederum für die Vermehrung von Zellen wichtig sind.
Die Folge: Es befinden sich zu wenig rote Blutkörperchen oder zu wenig Hämoglobin im Blut, da die im Knochenmark vorhandenen Zellen sich nicht oft genug teilen und länger als gewöhnlich wachsen.

Ursache

Ein Vitamin B12-Mangel gehört zu den häufigsten Ursachen einer Vitaminmangelanämie. In der Regel ist die Verarbeitung im Magen-Darm-Trakt gestört, so dass eine Aufnahme gar nicht oder nur stark eingeschränkt möglich ist.

Symptome

Die Anämie (Blutarmut) entwickelt sich sehr langsam, so dass eindeutige Symptome nur sehr verzögert auftreten. Da der Sauerstofftransport im Blut eingeschränkt ist, stellt sich nach einer gewissen Zeit ein Schlappheitsgefühl bei den Betroffenen ein. Sie ermüden schneller, leiden bei Anstrengung unter Atemnot, einem schnellen Puls und starkem Herzklopfen. Selbst Schwindel und Konzentrationsstörungen sind im fortgeschrittenen Stadium möglich.
Besonders auffällig: Die Schleimhaut der Zunge kann gerötet sein und ein „brennendes" Gefühl auslösen. Weiterhin sind ein mangelnder Appetit sowie Durchfall zu nennen, die bei andauernder Krankheit zu einem deutlichen Gewichtsverlust führen können.
Auch äußerlich sind Symptome zu erkennen: Die Haut sieht häufig blass oder gelblich aus.
Darüber hinaus klagen Betroffene oftmals über ein Kribbeln und Brennen in Füßen oder Händen, wenn bereits Nerven betroffen sind. Wird zudem auch noch das Rückenmark in Mitleidenschaft gezogen, kann eine Ganguntersicherheit hinzu kommen.

Diagnose

Zunächst macht der Arzt eine allgemeine Anamnese. Sieht er den Verdacht einer Anämie begründet, wird eine Blutprobe aus der Vene entnommen. Im Labor werden dann die vorhandenen Blutzellen gezählt und beurteilt. Bei einer Anämie ist die Anzahl der roten Blutkörperchen deutlich gesenkt, dafür sind sie aber größer. Auch Folsäure und das Vitamin B12 werden im Blut gemessen. Die Antikörperbestimmung kann zur Diagnosesicherung ebenfalls eingesetzt werden.

Therapie

Liegt lediglich eine Fehlernährung vor, kann der Vitaminmangel durch Medikamentengabe ausgeglichen werden. In leichten Fällen genügen Tabletten, bei andauernder Grundkrankheit ist der Patient darauf angewiesen, sich ein Leben künstliche Vitamine zu spritzen. Gerade zu Therapiebeginn muss außerdem zusätzlich Eisen verabreicht werden.

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