Was hilft gegen Migräne?

Die Ursachen und Langzeitfolgen der neurologischen Erkrankung Migräne bleiben trotz eifriger Erforschung nebulös. Vor ein paar Monaten machte uns eine Studie einer Universität glauben, dass uns die Migräne auf lange Sicht einen Teil unserer Intelligenz rauben würde. Jetzt widerspricht das „Staatliche Institut für Neurologische Schäden“ in den USA (NINDS) und präsentiert völlig gegenteilige Ergebnisse. Ähnlich sieht es mit den Behandlungsmethoden aus. Was dem einen hilft, hat auf den anderen keine Wirkung. Eine Sache hilft allerdings fast immer.

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Analyse ist der erste Schritt zur Besserung

Es werden Tabletten, Übungen und mannigfaltige Behandlungsmethoden angeboten, um der Migräne zu Leibe zu rücken. Eines steht dabei jedoch immer im Vordergrund: eine genaue Analyse der eigenen Migräne. Viele Ärzte raten Patienten mit chronischen, einseitigen und mit Übelkeit einhergehenden Kopfschmerzen, ein Tagebuch ihrer Erkrankung zu führen. In diesem Kopfschmerztagebuch wird dann beispielsweise genau aufgeführt, wie häufig, wie stark und unter welchen Gegebenheiten die Anfälle auftreten. Mit dieser stringenten Vorgehensweise ist es nicht selten möglich, eine Ursache beziehungsweise einen bestimmten Auslöser für die Schmerzen zu bestimmen. Weit verbreitet ist der Migräneausbruch infolge einer Überanstrengung bei bestimmten Arbeiten und bei vielen Menschen reizen rasche, unerwartete Veränderungen im Tagesablauf das Gehirn zu einer Überreaktion, die wiederum den besagten Schmerz auslöst. Ein geordneter Tagesablauf, hinreichende Schlafphasen und regelmäßige Entspannungspausen bei anstrengenden Arbeiten können eine lindernde beziehungsweise präventive Wirkung haben. Entspannungsübungen und ein sportlicher Ausgleich zum Alltag wirken ebenfalls sehr positiv.

Auf die Ernährung achten

Ziemlich häufig sind die schmerzhaften Migräne-Attacken an die Einnahme bestimmter Lebensmittel gekoppelt. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die erwiesene Tatsache, dass nicht immer nur ein bestimmtes Nahrungs-/Genussmittel, sondern erst das Zusammenspiel mit einer ganz bestimmten Tageszeit die Schmerzattacke auslöst. So können manche Menschen zum Beispiel am Nachmittag oder Abend genussvoll und folgenlos das Feierabendbier genießen, während der Sektempfang am Vormittag zu einer garantierten Migräneattacke führt. Auch hier muss Ursachenforschung betrieben werden. Es bleibt also festzuhalten, dass eine ausführliche Analyse wirklich das beste Mittel gegen Migräne ist!

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