Wie genau kommt es zu einer Erkältung und was passiert im Körper?

 Der Herbst und der Winter gelten als hauptsächliche Schnupfenzeiten des Jahres. Familienmitglieder und Freunde niesen, husten oder klagen über Kopfschmerzen. Und schon bald darauf sind auch wir von der Krankheit geplagt. Doch was genau passiert dabei eigentlich in unserem Organismus?

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Der Virus gelangt in den Körper

Die Erreger der Erkältung werden gerade in der kalten Jahreszeit häufig von den Menschen verbreitet, können also in stärker frequentierten Stadtbereichen, Büros oder Einkaufszentren aufgenommen werden. Sie wiederum gelangen durch die Atemwege in die einzelnen Zellen, wo sie eine neue Struktur erhalten und von dort ohne größere Widerstände in den Organismus geleitet werden. Der Körper des Menschen reagiert darauf mit einem Anschwellen des bereits infizierten Gewebes, wodurch es zu Schmerzen, einem allgemeinen Unwohlsein sowie der verstopften Nase kommt. Alle diese Anzeichen verdeutlichen, dass sich die Krankheit in den Blutbahnen ausbreitet.

Der Körper trotzt dem Virus

Im zweiten Schritt treten nicht alleine die vorgenannten Symptome bei dem Betroffenen auf. Vielmehr sind die im Blutkreislauf befindlichen B-Lymphozyten nun in der Lage, den Eindringling zu erkennen. Die umgangssprachlich als weißen Blutkörperchen bezeichneten Zellen vermehren sich, um der Übermacht der Viren standhalten zu können. Die Lymphozyten sind es auch, die den Krankheitserreger zunächst markieren und ihn somit für die Antikörper erkennbar gestalten. Diese können sodann mit ihrem Abwehrmechanismus den unerwünschten Gast zerstören oder doch zumindest unschädlich werden lassen.

Wir fühlen uns matt

Abschließend leitet der Organismus alle Erreger aus dem Körper heraus. Das geschieht etwa über die laufende Nase oder das vermehrte Schwitzen des Betroffenen. Jedoch ist die Krankheit damit noch nicht ausgestanden. Dieser Prozess kann derart energieaufwendig sein, dass wir uns noch für einige Tage lang unwohl fühlen, eine große Müdigkeit verspüren und zu einer geregelten Arbeit nicht fähig sind. Diese meist sehr intensiv wahrgenommene Phase kennzeichnet dennoch bereits den Heilungsverlauf – auch, wenn sich die Leiden dabei zunächst verschlimmern können. Nach einer mehrtägigen Pause ist das Gröbste aber bereits überstanden.

Dem Körper helfen

Die vorgenannten Methoden leitet der Organismus gänzlich von selbst ein. Dennoch ist es ratsam, ihm mit einer vitaminreichen und ausgewogenen Ernährung dabei behilflich zu sein. Darüber hinaus werden auch regelmäßige Dampfbäder und Saunakuren das Immunsystem stärken und auf diese Weise gewährleisten, dass eindringende Viren schneller und effizienter bekämpft werden können. Den gleichen Zweck erfüllt die Grippeimpfung, die eine Vielzahl an Antikörpern in die Blutbahnen leitet und damit die Krankheit ebenso rasch beseitigen soll. So können wir uns im Alltag zwar nur selten einmal vor der Erkältung schützen – es lassen sich aber einige Verfahren nutzen, um den Heilungsverlauf zu unterstützen.

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