Zecken können Krankheiten übertragen

Zecken sind vorwiegend in dicht bewachsenen Wäldern zu finden, wobei sie Buchen und Eichen den Vorzug geben, weil deren Laub sehr lange zum Verrotten braucht und deshalb einen idealen Lebensraum bietet. Dichte Farne, Gestrüpp, Ginster und Unterholz bieten für die kleinen Blutsauger ideale Lebensbedingungen. Aber auch in Laub-, Misch- und Nadelwäldern sind die Zecken zu Hause. Zecken fühlen sich in hohem Gras ebenso wohl, wie in dichtem Laub, welches vor allem in heißen Sommern ein prima Quartier bietet.

Zecken können Krankheiten übertragen

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Ebenfalls in heimischen Gärten siedeln sich die Blutsauger an, so dass bei der Gartenarbeit die Gefahr besteht, sich eine Zecke einzufangen. Entgegen immer wieder aufkommenden Behauptungen lassen die Zecken sich keineswegs von Bäumen fallen, um auf ihren Wirt überzusiedeln. Viel mehr ist es so, dass sie sich beim Laufen durch Gras oder Gebüsch abstreifen lassen und so auf ihren Wirt gelangen.

Zecken können vielerlei Krankheiten übertragen. Am bekanntesten und gefürchtetsten sind sicher die FSME sowie die Borreliose. Die Gefahr, an Borreliose zu erkranken, ist dabei um einiges höher als die Gefahr einer Ansteckung mit FSME. Es wird davon ausgegangen, dass ca. jede dritte bis zehnte Zecke den Borrelioseerreger in sich trägt. Weitere durch Zecken übertragbare Krankheiten sind Listeriose, Babesiose, Tularämie (Hasenpest), Rickettsiosen und viele weitere bakterielle Erkrankungen. Die Übertragung der Krankheiten erfolgt nach dem Stich meist über den Speichel der Zecke, der in die Haut des Menschen injiziert wird, um die Blutgerinnung zu verhindern. Dabei gilt: je länger die Zecke in der Haut sitzt, umso größer ist das Risiko einer Ansteckung. Da Zecken auf der Kleidung bis zu drei Tage überleben können, sollte vor allem nach dem Aufenthalt in Waldgebieten die Kleidung gewechselt und der Körper nach Zecken abgesucht werden. Eine weitere Kontrolle am nächsten Tag ist ratsam. Oft krabbeln die Zecken bis zu zwölf Stunden auf ihrem Wirt herum, bevor sie zustechen. Je eher sie entdeckt werden, umso besser. Die Zecke sollte mit einer Pinzette gerade herausgezogen werden, ohne Hilfsmittel wie Öl oder ähnliches. In der Apotheke gibt es spezielle Zeckenkarten, die die Größe und Form einer Scheckkarte haben. Hiermit kann die Zecke direkt an der Hautoberfläche entfernt werden. Ein Einwegrasierer tut es aber auch. Es macht nichts, wenn der Kopf der Zecke in der Haut bleibt, dieser wird vom Körper absorbiert. An der Einstichstelle kann ein wenig Alkohol aufgetragen werden, um eine eventuelle Entzündung zu verhindern.

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