Zeckenbiss: Wer ist besonders gefährdet?

Obwohl niemand vor Zeckenbissen gefeit ist, gibt es doch gewisse Personenkreise, die besonders gefährdet sind, sich einen der kleinen Blutsauger einzufangen. Dazu gehören natürlich Förster und Jäger. Bei Forstbeamten und Waldarbeitern gilt die Zeckenborreliose schon lange als Dienstunfall.

Grund hierfür ist, dass diese Personengruppe ungefähr 60 mal öfter von Zecken gestochen wird als andere Menschen. Die Borreliose-Erkrankung kommt bei Menschen, die im Wald arbeiten, fünf mal öfter vor. Die Jäger werden meist beim Erlegen und Abhängen des Wilds mit Zecken infiziert, da die Tiere sich im Fell des Wilds aufhalten und den Wirt wechseln. Deshalb ist die Borreliose bei der Jagdmedizin ein wichtiges Thema.

Als weitere gefährdete Personen gelten Bauern und Winzer sowie Beschäftigte in Gartenbaubetrieben, weil diese Personen sich oft in der Natur aufhalten. Bei den Bauern besteht eine zusätzliche Gefahr, dass die Zecken von den Tieren überwandern. Polizeibeamte und Soldaten, die viele Einsätze im Gelände haben, gehören ebenfalls zu den Personen, die öfter von Zecken gestochen werden.

Im Herbst ziehen verstärkt Menschen in die Wälder aus, um dort Pilze oder Beeren zu sammeln. Dort kommen sie zwangsläufig mit den Zecken in Kontakt. Dasselbe gilt für Personen, die sich oft im Freien aufhalten, wie zum Beispiel Angler, Camper und Wanderer. Selbst im Garten ist die Gefahr gegeben, von Zecken befallen zu werden. Vor allem beim Mähen, Kompostieren, dem Schneiden von Bäumen, Hecken und Sträuchern.

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